Alles auf Kredit - Wie Schuldner vom Zinstief profitieren

Alles auf Kredit - Wie Schuldner vom Zinstief profitieren

Wer jetzt fremdes Geld benötigt, ist König. Zumindest unter der Voraussetzung, dass die Bonität außer Zweifel steht. Zwar erwarten die Banken seit Ausbruch der Finanzkrise höhere Eigenmittel, dafür liegen aber die angebotenen Konditionen auf sehr tiefem Niveau.

Von einer echten Kreditklemme kann jedenfalls keine Rede sein, behaupten zumindest die Banken. Allerdings gibt es Institute, die wegen Bilanzproblemen auf der Bremse stehen, und andere, die das Kreditvolumen ausweiten wollen, wie etwa Bawag PSK, Hypo Niederösterreich oder Oberbank. Diese drei sind zum Beispiel auffallend oft unter den günstigsten Instituten auf dem Online-Vergleichsportal creditnet.at.

Zinsen unter der Inflationsrate

Wer jetzt schon über einen Kredit verfügt, ist ohnehin auf der Gewinnerseite. Die Zinsen liegen zum Teil sogar niedriger als die aktuelle Inflationsrate von 2,3 Prozent. Im besten Fall verringert sich also der reale Schuldenstand praktisch von selbst. Das ist eine Folge der extrem tiefen Zinsen für kurzfristiges Geld. So ist der 3-Monats-Euribor, der gängigste Zinsindikator für variabel verzinste Kredite, seit Monaten rückläufig und beträgt nur noch 0,68 Prozent. Wer zum Beispiel vor ein paar Jahren eine Hypothek mit Euribor-Bindung und einem Zinsaufschlag der Bank von einem Prozent vereinbart hat, muss jetzt unter dem Strich nur 1,68 Prozent zahlen.

Für Neukunden ist allerdings derzeit eine Zinsmarge von einem Prozent nicht mehr in Reichweite. Der Grund: Die Banken müssen inzwischen selbst sehr viel mehr Geld für ihre eigene Refinanzierung zahlen. So ist zum Beispiel ein heftiger Konkurrenzkampf um Sparer entbrannt, bei dem selbst für täglich fälliges Geld 1,5 Prozent und mehr offeriert werden. Während Sparern früher weniger als der Euribor gutgeschrieben wurde, ist es heute häufig mehr als das Doppelte. Auch andere Geldquellen wie zum Beispiel eigene Anleihen müssen von den kreditgebenden Banken teuer bezahlt werden.

Die Folge: Laut Statistik der Nationalbank liegen die Zinsen für neu abgeschlossene private Wohnbaukredite bei durchschnittlich 2,83 Prozent. Das entspricht einem Aufschlag auf den Euribor von 2,15 Prozent.

Nun klingen 2,83 Prozent als absolute Größe immer noch günstig. Der Haken: Wenn der Euribor irgendwann einmal wieder kräftig nach oben dreht, ist auch bei den Kreditnehmern schnell Feuer am Dach. Noch heute steckt vielen Schuldnern die Zinsexplosion vom Herbst 2008 in den Knochen, als der Euribor kurzfristig über fünf Prozent schnellte. Schließlich bedeutet schon ein Zinsanstieg von einem Prozent bei einem Darlehen über 200.000 Euro eine jährliche Mehrbelastung von 2.000 Euro.

Zwar ist derzeit noch keine Zinswende in Sicht, aber die riesigen Euro-Geldspritzen, mit denen jetzt marode Banken und Schuldnerstaaten aufgepäppelt werden, könnten schon in ein paar Jahren die Teuerung massiv steigen lassen. Die Europäische Zentralbank wäre daraufhin genötigt, von ihrer Niedrigzinspolitik Abstand zu nehmen. Und dann kann alles sehr rasch gehen. Peter Harold, Chef der Hypo NOE Gruppe: „Wenn die Europäische Zentralbank wieder mit Zinserhöhungen beginnt, wird sie sich nicht mit einem einzigen Schritt von 0,25 Prozent begnügen. Wenn man dann erst versucht, die Kreditzinsen gegen einen weiteren Anstieg abzusichern, wird es sehr teuer“.

Fix oder variabel?

Um wenigstens auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, sollten sich Kreditnehmer jetzt zumindest über die Möglichkeiten erkundigen, die Zinsen zu begrenzen. Die einfachste Variante sind mehrjährige Fixzinsen. Eine kürzere Laufzeit als fünf Jahre macht allerdings wenig Sinn, um die Finanzierung abzusichern. Einjährige Fixzinsen sind zwar billiger, schützen aber im besten Fall ein paar Monate.

Eine zweite Variante ist die Vereinbarung eines Zins-Caps. Dabei, so Harold, wird eine fixe Obergrenze eingezogen. Steigt zum Beispiel der Euribor über 5,5 Prozent, erhält der Kunde laufende Ausgleichszahlungen. Um sich dieses Recht auf den Zins-Cap zu sichern, zahlt der Kunde einmalig oder auch in Raten eine Art Versicherungsprämie an die Bank. Dabei ist die Prämie umso teurer, je niedriger der Zins-Cap eingezogen wird. Der Vorteil gegenüber Fixkonditionen: Solange die variablen Zinsen niedrig bleiben oder möglicherweise noch weiter sinken, kommen die Kreditnehmer günstiger davon.

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