Pleite des Ölkonzerns OGX radiert 30-Milliarden-Dollar-Vermögen von Tycoon aus

Pleite des Ölkonzerns OGX radiert 30-Milliarden-Dollar-Vermögen von Tycoon aus

Der ehemals reichste Mann Brasiliens steckt in der Klemme: Eike Batista (Bild) hat in nur rund 16 Monaten den Großteil seines Vermögens, 30 Milliarden Dollar, verloren. Eine Schuldenlast von 3,6 Milliarden Dollar drückt seinen Ölkonzern OGX. Jetzt kann der einstige Star-Unternehmer offenbar seine Zinsen nicht mehr bezahlen und das Unternehmen ist pleite. Für weitere Bohrungen fehlt das Geld.

Dem angeschlagenen brasilianischen Ölriesen OGX Petroleo & Gas Participacoes droht die Zahlungsunfähigkeit. Der Konzern hat zwei Tage vor Ablauf der Fristverlängerung für eine fällige Zinszahlung hat, trotz nach monatelangen Verhandlungen, keine Einigung mit den Gläubigern seiner Dollar-Anleihen erzielt. Das Unternehmen erklärte deshalb die Gespräche mit den Gläubigern für beendet. Der Aktienkurs sackte in Sao Paulo um bis zu 24 Prozent ab.

Geld für vielversprechende Testbohrungen geht aus

OGX, die von dem früheren Milliardär Eike Batista kontrolliert wird, ist mit schätzungsweise vier Mrd. US-Dollar (2,9 Mrd. Euro) verschuldet. Davon entfallen 3,6 Mrd. US-Dollar auf Anleihen, die 2022 und 2018 fällig werden. Anfang Oktober hatte OGX fällige Zinszahlungen von 45 Mio. US-Dollar ausgesetzt und seitdem intensiv versucht, mit den Gläubigern eine außergerichtliche Einigung sowie zusätzliche Investoren zu finden. OGX geht das Geld für Testbohrungen bei seinem vielversprechendsten Ölfeld aus.

Ölfelder, die angeblich eine Billion Dollar wert waren, entpuppten sich als wertlos

Der Niedergang von OGX erstreckte sich über 16 Monate und radierte mehr als 30 Milliarden Dollar von Batistas persönlichem Vermögen aus. Offshore-Ölfelder, die er mit einer Billion Dollar bewertet hatte, entpuppten sich als wertlos.

"Er hat versucht, zu viel zu schnell zu machen - und er versuchte das mit geliehenem Geld zu tun", sagte Arthur Byrnes, Senior Managing Director bei Deltec Asset Management in New York. "Es ist fehlgeschlagen und das Ganze ist schade, denn jedes Land braucht aggressive und erfolgreiche Unternehmer."

Das brasilianische Insolvenzrecht sieht die Möglichkeit einer gerichtlichen Sanierung ("Recuperacao judicial") vor. Dabei würden dem Schuldner - hier OGX - maximal 180 Tage Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger gewährt. Nach Informationen der Zeitung "Valor Economico" wäre der Fall OGX eines der größten Insolvenzverfahren Lateinamerikas.

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