Leykam schreibt noch immer Verluste

Leykam schreibt noch immer Verluste

Die steirische Druckerei Leykam Let's Print steht nach Angaben des Managements, wie die gesamte Branche, unter Druck, der Fokus auf Vertrieb und Marketing sei unabdingbar.

Leykam gehört nach Eigenangaben zu den fünf Größten seiner Branche in Europa. Die Gründung des Rollenoffsetdruckkonzerns, der neben Zeitschriften (u. a. "News" und "profil") auch Werbematerialien großer heimischer Handelskonzerne druckt, geht auf das Jahr 1585 zurück. 1781 erhielt Andreas Leykam die Genehmigung, eine Druckerei zu errichten. Heute beschäftigt das Unternehmen 774 Mitarbeiter - etwas weniger als 2012 - und hat Standorte in Österreich, Tschechien und der Slowakei.

Zusammenschlüsse als Rettungsanker

Vor mehr als zehn Jahren hat sich die Gewerkschaft (ÖGB) aus dem verlustreichen Druckereigewerbe zurückgezogen. In der Folge entstand 2003 die Let's Print Holding AG mit Sitz in Graz, ein Zusammenschluss der Neudörfler Rollenoffsetdruckerei Elbemühl-Tusch und der Leykam Druck. 2005 übernahm der neue Konzern die burgenländische Strohal Druck und 2011 die insolvente Tullner Großdruckerei Goldmann Druck.

Radikale Sparmaßnahmen und Verkäufe in der Vergangenheit

Die Leykam Let's Print Holding wiederum gehört zu 45,6 Prozent der Leykam Medien AG, das einst mächtige Medienimperium der steirischen SPÖ. Der rote Verlags- und Zeitungskonzern wurde in den vergangenen Jahren radikal abgespeckt, zuletzt wurden Ende 2012 die skandalträchtige Privatstiftung "Zukunft Steiermark" offiziell aufgelöst und der älteste Grazer Buchverlag Leykam an die Grazer Medienfabrik verkauft. Auch andere teils verlustträchtige Beteiligungen - von Radiosendern, die der französische NRJ-Konzern übernommen hat bis hin zu Anteilen an slowenischen Zeitungen - wurden abgestoßen.

Profite Glückwünschkarten und Kalender

Übrig blieben im wesentlichen nur mehr die Druckereigruppe sowie die ebenfalls profitable Leykam Alpina, die unter anderem Kalender, Glückwunschkarten und Schmuck herstellt. 2012 - das sind die aktuellsten verfügbaren Zahlen - schrieb die Leykam Medien AG aber immer noch Verluste. Der Jahresfehlbetrag belief sich laut "FirmenCompass" auf 421.347 Euro, nach einem Minus von 1,4 Mio. Euro 2011. Der Umsatz schrumpfte in dem Zeitraum von 757.903 Euro auf 641.953 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 hatte der Konzern noch 5,4 Mio. Euro umgesetzt.

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