Fertigteilhauskrise: Folgeinsolvenz von Kachelofenhersteller

Fertigteilhauskrise: Folgeinsolvenz von Kachelofenhersteller

Der starke Nachfragerückgang am Fertigteilhausmarkt und die damit verbundenen Zahlungsprobleme und Insolvenzen reißen nun auch andere Unternehmen mit. Der oststeirische Kachelofen-Hersteller HS Systeme, vorher Flechl Ofen, hat Insolvenz angemeldet - zu einem großen Teil wegen Zahlungsausständen von Vertragspartnern aus dem Fertigteilhausbereich. Etwa 80 Gläubiger sind betroffen.

Seit 2001, nach der Umstruktierung von HS Systems, wurde die Produktion auf den Bau von Fertigteilkachelöfen umgestellt. Im Nachhinein betrachtet wohl ein Fehler. Die Zusammenarbeit etwa mit den Fertigteilhaus-Herstellern Griffner, Wigo und Pichler wurde vertieft und der Betriebsstandort um eine Fertigteilproduktionsstraße ausgeweitet. Mittlerweile sind aber all diese Fertigteilhaushersteller pleite. Das Geschäft des Kachelofenherstellers ist entsprechend eingebrochen, so der KSV1870.

Mitarbeiterzahl um zwei Drittel reduziert

Bis zu 30 Mitarbeiter waren anfangs bei Flechl Ofen, das erst seit 8. November als HS Systeme eingetragen ist, beschäftigt. Zuletzt waren es nur noch zehn Mitarbeiter, da im Rahmen einer Reorganisation Montagearbeiten an Subunternehmen ausgelagert worden waren. Die Passiva betragen rund 3,3 Millionen Euro, die Aktiva belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Etwa 80 Gläubiger sind betroffen.

Bonität

Designer muss nach Privatkonkurs nur 10 Prozent zurückzahlen

Bonität

Kreditversicherung schützt vor Zahlungsausfall

Teakholz-Plantage der TEAK HOLZ INTERNATIONAL AG

Bonität

Teak Holz zieht Sanierungsplan zurück - jetzt Konkursverfahren