FC Lustenau: Ältester Vorarlberger Fußballclub in Konkurs

FC Lustenau: Ältester Vorarlberger Fußballclub in Konkurs

Das Landesgericht Feldkirch hat nach Angaben des Kreditschutzverbandes KSV1870 am Dienstag das Insolvenzverfahren gegen den finanzmaroden FC Lustenau eröffnet. Höhe der Schulden: 1,1 Millionen Euro. 20 Dienstnehmer und 80 Gläubige sind betrofffen.

Der finanziell seit Längerem schwer gebeutelte Vorarlberger Fussballclub FC Lustenau ist pleite. Zum einen traten nach einer Steuerprüfung erhebliche Rückzahlungsverpflichtungen zutage, die nicht mehr bezahlt werden können. Zum anderen führte das Ausbleiben von geplanten Sponsoreneinnahmen zu Liquiditätsengpässen und schlussendlich zur Zahlungsunfähigkeit.

Bereits in der Vorwoche war der FC Lustenau von der Liga per Saisonende zum Zwangsabstieg aus der Ersten Liga verurteilt worden. Als Grund wurden "mehrfache Verstöße gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren" angeführt. Die Vorarlberger wollten aufgrund ihrer finanziellen Notlage aber ohnehin nicht um eine Lizenz ansuchen.

Der im Jahr 1907 gegründete Fußballverein, mit aktuell 400 Mitgliedern, spielt seit 12 Jahren in der Bundesliga. Es gibt insgesamt 250 Spieler im Nachwuchsverein, 2 Mannschaften im Amateurbereich und 1 Mannschaft im Profibereich.

Entscheidung über nächste Saison liegt beim Masseverwalter

Ob der Spielbetrieb bis zum Ablauf der Saison im Mai 2013 aufrecht erhalten werden kann, liegt jetzt in den Händen des Masseverwalters, der darüber kurzfristig entscheiden wird. Diesem bleibt die Einschätzung überlassen, ob Lustenau die Saison überhaupt noch fertigspielen kann. Mit dem Lizenzverkauf an einen anderen Vorarlberger Klub wird es jedenfalls nichts. Aufgrund der finanziell schwierigen Lage winkte der einzige Interessent Bregenz bereits ab.

Für die Liga wäre ein vorzeitiges Ausscheiden des Vereins aus dem Spielbetrieb nicht erfreulich, da die dann folgenden Strafverifizierungen die Tabelle verfälschen würden. In der zweithöchsten Spielklasse wird so die Frage des Fixabsteigers zum zweiten Mal seit der Wiedereinführung der Zehner-Liga vor der Saison 2010/11 auf dem grünen Tisch entschieden. Bereits im Vorjahr war dem LASK die Lizenz verweigert worden, die Linzer stiegen daraufhin in die Regionalliga ab.

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