Causa Griffnerhaus – Investor Kerbler: "Die können mich alle am A…. lecken"

Causa Griffnerhaus – Investor Kerbler: "Die können mich alle am A…. lecken"

Die Griffnerhaus-Pleite, bei der Günter Kerbler 4,5 Millionen angebaut hat, ist nun auch ein Fall für den Staatsanwalt.

Der schmerzhafte Leistenbruch, den er gerade auskuriert, scheint Günter Kerbler weniger Ärger zu machen als die Griffnerhaus-Pleite - sein erstes völlig in die Hosen gegangenes Engagement als Großinvestor nach dem Verkauf seiner Immobiliengruppe Conwert. "Die Sache hat mich an die 4,5 Millionen Euro gekostet“, sagt er. "Ich bin unheimlich angefressen. Die können mich alle am A…. lecken."

Seit wenigen Tagen prüft die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die Causa auf Betrugs- und Untreueverdacht. "Sollte der Schaden fünf Millionen übersteigen“, so Sprecher Helmut Jamnig, "geben wir das an die Wirtschafts- und Korruptions-Staatsanwaltschaft weiter.“

Aus Kerblers Sicht stellt sich der Griffner-Krimi so dar: Anfang Herbst 2011 war er - überzeugt von Ex-Griffner-Vorstand Thomas Lenzinger und einer glorreichen Zukunft des Baustoffes Holz - beim Fertighaushersteller Griffner (damals 250 Mitarbeiter, etwa 70 Millionen Umsatz) eingestiegen. Zuerst mit 1,7 Millionen Euro für 25 Prozent. Dann mit zwei Millionen für den Kauf von Altanteilen und einer indirekten Beteiligung des Landes Kärnten (weitere 15 Prozent). Und schließlich mit 600.000 Euro Barkredit an Lenzinger.

"Lenzinger war völlig ahnungslos".

"Im Frühjahr 2012“, erinnert sich Kerbler, hab ich ihn das erste Mal gefragt, ob er den Magister bloß als Vornamen hat. So ahnungslos war der.“ Dazu Thomas Lenzinger: "Ich wurde selber belogen, betrogen und um viel Geld gebracht.“

2011 war offiziell noch von vier Millionen Euro Verlusten die Rede. Die daraufhin von Kerbler eingesetzten Controller Christian Bauer und Karl Rabl holten sofort ein "Ernst & Young“-Gutachten ein, das im August 2012 ein Minus von zwölf Millionen ergab. Bei Insolvenzeröffnung im Jänner 2013 lag die Überschuldung bei 24,2 Millionen Euro.

Pro Monat eine Million Euro versenkt

"Lenzinger hat den Betrieb dem zweiten Vorstand Markus Schreyögg völlig überlassen. Beide haben im Schnitt jeden Monat eine Million versenkt“, rechnet Kerbler. "Griffner ist zur Hälfte sicher wegen Blödheit pleitegegangen. Der Rest ist Unregelmäßigkeiten geschuldet. Ich glaube aber nicht, dass Lenzinger etwas genommen hat. Der ist aufrecht in seinen finanziellen Tod gegangen."

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