Bene: Halbes Grundkapital weg, 100 Jobs gestrichen – Sanierungskonzept muss her

Bene: Halbes Grundkapital weg, 100 Jobs gestrichen – Sanierungskonzept muss her

Der börsenotierte Büromöbelhersteller Bene aus Waidhofen an der Ybbs hat nach neun Monaten einen Verlust von 7,8 Millionen Euro angehäuft. Ende Mai sollen die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/13 auf dem Tisch liegen. Das Grundkapital wurde zur Hälfe aufgezehrt. Mitte April soll ein Sanierungskonzept präsentiert werden. 100 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden.

Beim Büromöbelhersteller Bene brennt der Hut. Verluste haben voraussichtlich das halbe Grundkapital des börsenotierten Unternehmens aufgezehrt, wurde nun bekanntgegeben. Das Grundkapital beträgt 24,35 Mio. Euro. Die Rechnung, dass der Verlust somit über 12 Mio. Euro liegt, ist laut Finanzvorstand Rudolf Payer aufgrund anderer Bewertungskomponenten von Konzern und Bene AG nicht zulässig.

Nach neun Monaten belief sich der Verlust auf 7,8 Mio. Euro. Erste Eckdaten für das Geschäftsjahr 2012/13 (per 31.1) will Bene erst Mitte April veröffentlichen. Am 16. Mai stehen dann die endgültigen Zahlen an. Heute äußerte sich Payer zur Höhe des Verlust nicht.

100 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden

Mitte April möchte das niederösterreichische Unternehmen sein Sanierungskonzept präsentieren. "Wir planen eine Reihe von Aktivitäten, die wir Mitte April vorstellen wollen", sagte Payer. Wie berichtet plant Bene unter anderem, 100 Arbeitsplätze abzubauen. Auch das Produktportfolio wird gestrafft.

Woher frisches Kapital kommen soll, ist noch unklar

Die Frage, wie Bene an frisches Kapital kommt, ließ Payer unbeantwortet. Auch, ob man einen Partner braucht oder die Eigentümerfamilie Geld zuschießt. "Das ist alles spekulativ." Das Unternehmen muss nun so rasch wie möglich eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten. Zum Termin hieß es heute lediglich "unverzüglich".

Die Tatsache, dass das halbe Grundkapital aufgezehrt ist, sieht der Finanzvorstand nicht als großes Problem: "Wir sind immer noch sehr gut aufgestellt im Vergleich zu anderen Unternehmen oder Mitbewerbern." Bene kämpft seit Jahren mit Verlusten, weshalb der Aufsichtsrat im Dezember 2012 den kompletten Vorstand austauschte.

Das Bene-Papier schmierte heute an der Wiener Börse ab und verlor kurzfristig über 10 Prozent. Am Nachmittag kostete die Aktie 87 Cent.

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