24 ehemalige Max-Bahr-Märkte gehen an Bauhaus

24 ehemalige Max-Bahr-Märkte gehen an Bauhaus

Nach dem Scheitern der Rettungsbemühungen für die insolvente deutsche Baumarktkette Max Bahr hat der Verkauf der Immobilien begonnen. 24 Märkte würden von dem Rivalen Bauhaus übernommen, verlautete am Donnerstag aus Kreisen der beteiligten Verhandlungsparteien. Dadurch könnten 1.300 Arbeitsplätze gesichert werden.

Demnach werden an den Standorten zunächst die Waren verkauft, anschließend die Märkte auf die Marke Bauhaus umgeflaggt und im Laufe des kommenden Jahres neu eröffnet. Die entsprechenden Verträge seien unterzeichnet; einige Details bei der Umsetzung jedoch noch zu klären.

In der Nacht zu Mittwoch war der Verkauf von 58 Märkten an den Handelskonzern Globus aus dem Saarland gescheitert, weil eine Einigung über die Mietpreise nicht zustande kam. Für 3.600 Mitarbeiter war damit die letzte Hoffnung auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze bei Max Bahr verschwunden.

Hoffen, dass Teile des Personals übernommen werden

Sie müssen nun hoffen, dass in die Immobilien andere Baumarktbetreiber einziehen und das Personal wenigstens zum Teil übernehmen. Für 20 bis 25 Häuser sei eine Lösung in greifbarer Nähe, hatte es aus dem Umfeld der Royal Bank of Scotland am Mittwoch geheißen, die die Hand auf 66 der Immobilien hat. Am Donnerstag sollte der Ausverkauf in den 73 Max-Bahr-Märkten beginnen.

Der für Max Bahr zuständige Verwalter Jens-Sören Schröder hatte eigentlich bis zum Monatsende einen Vertragsabschluss mit Hellweg für 73 Max-Bahr-Märkte mit rund 3600 Mitarbeitern erhofft. Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang Oktober haftet Schröder persönlich für alle anfallenden Verluste.

Von Praktiker-Pleite mitgerissen
Die Baumarktkette war vom Mutterkonzern Praktiker in den Strudel der Insolvenz gezogen worden. Jetzt sollen die Immobilien verkauft oder vermietet werden. Einzelne sind bereits verkauft.

Verhandlungen mit Banken und Warenkreditversicherern

Hellweg war zuletzt an mehreren Fronten unterwegs, um den Kauf unter Dach und Fach zu bekommen. Das Familienunternehmen verhandelt mit der Commerzbank, der IKB, WGZ und Volksbank Dortmund über einen Kredit von bis zu 65 Millionen Euro. Doch diese machen eine Zusage eines Warenkreditversicherers zur Bedingung. Verhandelt werde mit zwei Konsortien, Markant und Euler Hermes sowie Euro Delkredere und Zurich, sagte ein Insider. "Mit einem ist man einer Lösung sehr nahe." Euro Delkredere und Euler Hermes bestätigten Verhandlungen. Markant, Zurich und die Banken lehnten Stellungnahmen ab.

Auch die britische Royal Bank of Scotland, die als Gläubiger des insolventen Vermieters das Sagen in 66 der 73 Häuser hat, pocht auf einen solventen Betreiber.

Die britische Bank hat Kreisen zufolge bislang 53 Millionen Euro Miete im Jahr für die Max-Bahr-Häuser bekommen, aber eine Reduzierung auf 46 Millionen angeboten, Globus habe hingegen eine Reduzierung auf 35 Millionen gefordert.

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