Peter Handke erhält Literaturnobelpreis 2019

Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Peter Handke

Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Peter Handke

Literaturnobelpreisträger 2019: Der österreichische Schriftsteller Peter Handke erhält die mit neun Millionen schwedischen Kronen dotierte Auszeichnung.

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke erhält den Literaturnobelpreis 2019. Der 1942 in Griffen (Kärnten) geborene Handke bekommt die Auszeichnung "für ein einflussreiches Werk, das mit sprachlicher Genialität die Peripherie und die Spezifizität der menschlichen Erfahrung untersucht", so die Begründung der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm.

Handke wurde bereits Ende der 1960er Jahre mit Frühwerken wie "Publikumsbeschimpfung" (1966) oder "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1970) bekannt.Sein bislang letztes Werk "Die Ostdiebin - oder - Einfache Fahrt ins Landesinnere" ist 2017 im Suhrkamp-Verlag erschienen. Handke bezeichnete den 559 Seiten starken Roman als das "Letzte Epos".

In Kritik stand der Schriftsteller wegen seiner proserbischen Position während der Jugoslawien-Kriege. Anlass dafür war sein Reisebericht "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien". 2004 unterzeichnete er zudem einen Künstlerappell zur Verteidigung des wegen Völkermord angeklagten früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milošević, den Handke auch im Gefängnis in Den Haag besuchte.

Doppelte Vergabe

Erstmals wurden heuer zwei Literaturnobelpreisträger bekanntgegeben. Die doppelte Auszeichnung wurde notwendig, weil sich die Akademie nach Skandalen und Austritten im Vorjahr gegen eine Preisvergabe entschieden hatte. Der damit bis dato letzte Empfänger des Literaturnobelpreises war Kazuo Ishiguro im Jahr 2017. Ü

Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 geht an die polnische Autorin Olga Tokarczuk. Tokarczuk, die zu den bekanntesten Schriftstellerinnen Polens gehört, erhält die Auszeichnung für "ihre narrative Vorstellungskraft, die, in Verbindung mit enzyklopädischer Leidenschaft, für das Überschreiten von Grenzen als eine neue Form von Leben steht", wie die Akademie mitteilte. Ihr Werk wurde bisher in 25 Sprachen übersetzt und bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Usedomer Literaturpreis und der polnischen Nike-Auszeichnung. Im Vorjahr erhielt sie den renommierten Man-Booker-Prize für ihren Roman "Unrast" sowie den Jan-Michalski-Literaturpreis für "Die Jakobsbücher". Nachdem Tokarczuk ihrem Heimatland Intoleranz gegen Flüchtlinge und Antisemitismus vorwarf, wurde sie angefeindet.

Bei den Wettanbietern waren sowohl Handke als auch Tokarczuk Außenseiter. Wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Literaturnobelpreisträger für 2018 und 2019 sahen die Wetter ein Frauenquintett mit den besten Chancen auf die prestigeträchtige Auszeichnung.

Der prestigeträchtige Literaturnobelpreis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (ca. 831.000 Euro) dotiert. Überreicht werden die Preise am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

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