trend KUNSTGUIDE: Österreichs beste Künstler

trend KUNSTGUIDE 2019: Österreichs 500 beste Künstler

trend KUNSTGUIDE 2019: Österreichs 500 beste Künstler

Eine Expertenjury aus 69 Juroren hat für den trend unter 747 österreichischen Künstler die besten des Landes gewählt. Bewertet wurden dabei die künstlerische Bedeutung, der kommerzielle Erfolg sowie die zukünftige Entwicklung.

Der internationale Kunstmarkt ist im letzten Jahrzehnt zur Riesenmaschinerie aus Messen, Galerien, Auktionshäusern und Onlineanbietern geworden. In Österreich gehen die Uhren bekanntlich langsamer. Dennoch ist das Interesse an der zeitgenössischen Kunst, die Part des Lifestyles geworden ist, groß.

Auch wenn Österreich nicht das Nummer-eins-Land der großen Privatsammler ist, ist ein guter Spirit da. In der heimischen Szene ist durch ein gutes Zusammenspiel von jungen Künstlern und einer neuen Generation von Galeristen wie Käufern eine frische Dynamik entstanden. Nahezu jeden Monat poppt ein neuer Kunstsalon auf, wo sich Künstler ausprobieren und Sammler Neues entdecken können.

Aber welche Künstler davon werden wichtig? Welche Kriterien sorgen dafür, dass der Wert des einen Kunstwerks sich vervielfacht und ein anderes nicht einmal den ursprünglichen Kaufpreis erzielt? Sammler sind zwar dank Internet immer besser informiert, Künstlerkarrieren aber immer schwieriger einzuschätzen. Der Überblick über eine Generation, die sich nicht mehr in Ismen einteilen lässt, wird immer komplizierter. Wer also sind "the ones to watch", wer die Kunststars von morgen und wer die Bluechips von heute?


Wie entsteht das trend-Kunstranking?

Auch heuer wieder hat eine Expertenjury für den trend die Liste der 100 erfolgreichsten heimischen Künstler ermittelt. Kulturchefin Michaela Knapp über die Kunst, 750 Künstler zu bewerten, die Zusammensetzung der Jury und versäumte Deadlines.

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Der trend KUNSTGUIDE 2019

Für den KUNSTGUIDE 2019 hat der trend wieder eine prominent besetzte Jury gebeten, ihr Wissen über die Marktgesetze bei der Bewertung von Österreichs Künstlern zum Einsatz zu bringen. 69 Profis, darunter Museumsdirektoren, Privatsammler, Kuratoren, Art Consulter, Auktionatoren und Galeristen, haben insgesamt 747 Künstlerinnen und Künstler nach den Kategorien künstlerische Bedeutung, kommerzieller Erfolg und Zukunftspotenzial bewertet und abgewogen, was in der heimischen Szene zählt, was diskurs-, was marktfähig ist oder wird. Nach der jeweiligen Gesamtpunktezahl wurden dann die 100 erfolgreichsten heimischen Künstler ermittelt. Auch heuer finden Sie, neben den Listen der 100 etablierten und der verstorbenen Künstler, ein eigenes Ranking der besten unter 40-Jährigen.

Für Anleger ist im Guide vor allem die Spanne zwischen hohem künstlerischem Wert und noch nicht ausgereiztem kommerziellem Erfolg der Künstler von Interesse. Denn je größer diese Spanne, desto kalkulierbarer die Wertsteigerung. Komplementiert wird das Ranking durch die jeweils zehn besten Auktionsergebnisse heimischer Künstler am internationalen sowie am heimischen Markt und vier Investmenttipps der Experten.

Bonus des trend-Rankings, das bereits in die 16. Runde geht, ist eine Vergleichsmöglichkeit der Platzierungen im Zehnjahresschritt. Auch wenn Künstlerkarrieren heute dank neuer Medien-und Marketingstrategien schneller starten, bleibt die Faustregel, wonach man eine Karriere zur ersten Einschätzung zehn Jahre beobachten soll, immer noch ratsam.


Wertung: Die Top-Stars

1. Valie Export

Valie Export

Die Nummer eins heißt, wie bereits im Vorjahr, Valie Export. Keine Überraschung, bestätigt doch das Ergebnis der Expertenjury eine Tendenz, die sich auch am internationalen Markt zeigt, wo nicht nur feministische Kunst, sondern insgesamt die konzeptuelle Kunst der 60er- bis 80er- Jahre neu bewertet wird. So findet sich die 79-jährige Ikone der Performance-Kunst auch im deutschen Kunstkompass -hier wird ausschließlich die Resonanz gewertet, die Künstler in der Fachwelt auslösen - auf Platz 20 der "Stars von morgen". Nicht unwesentlichen am nachhaltigen Erfolg der Medienkünstlerin und Filmemacherin beteiligt dürfte ihr international agierender Galerist Thaddaeus Ropac sein.


2. Arnulf Rainer

Arnulf Rainer

Platz zwei der Etablierten-Liste nimmt im Jahr seines 90. Geburtstags Übermalstar Arnulf Rainer ein. Mit kontinuierlicher internationaler Ausstellungspräsentation belegt er auch Platz 60 der 100 weltbesten Zeitgenossen.


3. Herbert Brandl

Herbert Brandl

Auf Platz drei haben die Experten das signifikante malerische Œuvre von Herbert Brandl gewählt, für dessen Großformate es mittlerweile Wartelisten gibt.


Die besten Unter 40

Für Sammler mit Investmentgedanken ist die trend-Liste der U40 vor allem jenseits der Top 50 spannend (die gesamte Liste gibt es als E-Paper im trend.shop). Darin sind Künstler mit großem Potenzial bei ihrem kontinuierlichen Aufstieg zu beobachten, die schon in den kommenden Jahren die vorderen Plätze aufmischen könnten. Im Vorjahr etwa rangierte der 28-jährige Innsbrucker Matthias Noggler mit seinen malerischen Kompositionen noch auf Rang 79, heuer belegt er bereits Platz 43. Großes Potenzial sieht die Jury auch in der 33-jährigen Melanie Ebenhoch, die an der Schnittstelle von Malerei und Skulptur arbeitet und aktuell noch auf Platz 59 rangiert.

1. Nick Oberthaler

Nick Oberthaler

Der 1981 geborene Oberösterreicher Nick Oberthaler hat erneut den ersten Platz erobert, der die Experten nicht nur in der Kontinuität seiner Arbeit, sondern auch mit der konzeptionellen Tiefe und der präzisen Komposition seiner Malerei überzeugte.


2. Verena Dengler

Verena Dengler

Auf Platz zwei rankte die Jury Verena Dengler. Mit ihren provokanten Collagen und Installationen, vor allem aber mit großer Lust an der perfekten Selbstinszenierung zählt die 38-jährige Wiener Künstlerin aktuell zu den gehyptesten ihrer Generation. Als Mitglied der Burschenschaft Hysteria weiß sie um Medienmechanismen Bescheid und zeigt auch am internationalen Markt in unterschiedlichen Genres Präsenz.


3. Zenita Komad

Zenita Komad

Zenita Komad wurde in der Kategorie Unter 40 auf Platz drei verwiesen. Um die 39-jährige Kärntnerin und ihre konsumkritischen Arbeiten ist es nach intensiven Auslandsaufenthalten hierzulande etwas stiller geworden.

Der neuen Künstlergeneration steht auch eine neue Sammlergeneration mit entsprechender Lust an neuen Ideen und Perspektiven gegenüber. "Ein junges kunstinteressiertes Publikum erarbeitet sich heute den Markt selbstständig", betont Galerist Layr. Er freut sich über eine Handvoll neuer Sammler 30 plus, die sich für die Kunst ihrer Generation interessieren und durchaus bereit sind, zwischen 5.000 und 10.000 Euro zu investieren. "Sammler wollen an der Entwicklung junger Künstler teilhaben, andere wollen das kaufen, was gerade als hip gilt", skizziert Alexandra Grubeck die Stimmung auf dem sehr diversen heimischen Markt. Die ehemalige Galeristin arbeitet seit 2002 selbstständig als Artconsulterin und versucht, ihren Kunden Kunst vertiefend zu vermitteln: "Was die junge Szene betrifft, würde ich mir wirklich wünschen, dass sich manche Konsumenten mehr Zeit nehmen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Denn Beschäftigung mit Kunst hat mit Bildung zu tun. Man muss sich einlassen. Es ist, wie alles, wo man sich Wissen aneignen will, auch ein bisschen eine Arbeit."


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