Expeditionstagebuch Dhaulagiri VII: Ankunft im Basecamp

Expeditionstagebuch Dhaulagiri VII: Ankunft im Basecamp

Das Ziel vor den Augen: Die Schneeflanke des Dhaulagiri VII

Dynafit CEO und Extrem-Skibergsteiger Benedikt Böhm ist mit seinem Team im Basecamp angekommen. Die Höhe macht den Ski-Bergsteigern zu schaffen, doch Schneeflanke des Berges lässt ihre die Herzen höher schlagen.


Expedition Dhaulagiri VII

Am 26. September ist Manager und Extremsportler Benedikt Böhm zu seiner Expedition nach Nepal aufgebrochen. Das Ziel ist die Speed-Begehung des Dhaulagiri VII im Nordwesten Nepals. In weniger als acht Stunden will Böhm in einem Zug vom Base Camp auf 4.930 m den 7.246 m hohen Gipfel bezwingen und anschließend auf Ski zurück zum Base Camp abfahren. In seinem Expeditionstagebuch berichtet er aus Nepal.

8. Oktober 2019

Ankunft im Basecamp

Höhenluft und Akklimatisierung

Ankunft im Basecamp

Umgesattelt auf Yaks ging unser Marsch immer höher über steile Grashänge sowie ausgesetzte Felsgrate. Nach neun Tagen erreichen wir endlich unser Basecamp auf ca. 4.950m. Zwei kleine Expedition sind bereits hier und stehen kurz vor ihrem Gipfelversuch. Wir verstehen jetzt, warum sich nicht viele diesen aufwendigen, aber wunderschönen Anmarsch antun.

Auf den letzten Etappen des Anmarsches wurde das Gepäck von Yaks getragen.

Die Höhe macht sich jetzt langsam aber sicher bei uns bemerkbar: Kurzatmigkeit nach nur ein paar Schritten. Man muss schnaufen, dass man es fast nicht fassen kann. Der Puls hämmert auch im Ruhezustand ununterbrochen. Das lässt die Nächte zu unangenehmen, unruhigen Wachzuständen werden. Dazu kommt, dass man wegen des Höhenanpassungsprozesses ständig Wasser lassen muss und eigentlich immer Druck auf der Blase hat. Der Magen fängt an zu rebellieren und man versucht dagegen anzukämpfen.

Die Akllimatisierung macht der Seilschaft rund um Benedikt Böhm zu schaffen.

Schädelweh und Reizhusten sind ab jetzt an der Tagesordnung. Die begrenzten Möglichkeiten der Körperhygiene steigern das Wohlbefinden nicht unbedingt. Es gibt auf der Expedition nur zwei Temperaturzustände: Entweder brennt einem die Sonne gnadenlos auf die Rübe oder es ist bitterkalt wenn sich die ‚gelbe Sau’ (wie sie hier von einigen Expeditionsteilnehmern genannt wird...) hinter die Berge verzieht.

Im Lager ist das Leben einfach und hart.

Jedes Mal rede ich mir im Vorfeld ein diesmal geht‘s besser mit der Akklimatisierung an die dünne Luft aber es ist und bleibt ein zäher und strapazenreicher Prozess. Immer wieder flackern Gedanken und Sprüche auf wie: ‚wir könnten jetzt auch am Strand liegen.‘ ‚Muss das sein...‘ als Antwort kommt dann öfter mal ein trockenes: ‚ja, ja das Leben ist hart in den Bergen.‘

Aber es gibt nichts zu jammern. Alle sechs sind wir den Umständen entsprechend gut drauf und bisher sind bei keinem größere Störungen aufgetreten.

Der Rest gehört zum Alltag. Zudem sind die Bedingungen bisher wirklich gut. Und als wir vom Basecamp aus erstmalig unser Ziel den Dhaulagiri 7 mit seiner gewaltigen Schneeflanke sehen, wissen wir alle sofort wieder warum wir hier sind. Diese Flanke bringt jedes Skifahrer-Herz zum Glühen. Endlich die Ski auspacken... die nächsten Tage werden wir uns diesem Big Boy annehmen...“

Aufbruch mit Skiern.

Für die Expedition wurde die Aktion „United for Himalayan Kids“ ins Leben gerufen. Mit Stirnbändern, die während der Expedition um 10 Euro pro Stück verkauft werden, wird gemeinsam mit dem Verein Nepal-Medical-Careflight ein Schulprojekt in Nepal unterstützt.

Das Expeditionsziel: Dhaulagiri-Gebirgsmassiv im Himalaya


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