"Super Tuesday" Teil II: Eine Vorentscheidung

Am zweiten "Super Tuesday" kann es bei den Vorwahlen in den USA zu einer Vorentscheidung kommen. Für Donald Trump wird es zu einer besonderen Bewährungsprobe, nachdem es am Freitag bei seinen Veranstaltungen zu Handgreiflichkeiten gekommen war. In fünf US-Bundesstaaten wählen Demokraten und Republikaner ihren Präsidentschaftskandidaten.

"Super Tuesday" Teil II: Eine Vorentscheidung

Washington. In den USA haben am Dienstag die womöglich vorentscheidenden Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur von Republikanern und Demokraten begonnen: In insgesamt fünf US-Staaten wird abgestimmt, als erstes öffneten die Wahlbüros in Ohio und North Carolina. Ergebnisse werden in der Nacht auf Mittwoch erwartet.

Definitiv sicher werden sich der populistische Geschäftsmann Donald Trump bei den Republikanern und Ex-Außenministerin Hillary Clinton bei den Demokraten nach dem Vorwahltag zwar noch nicht sein können.

Aber nach dem von US-Medien "Super Tuesday II" getauften Dienstag wird bei beiden Parteien mehr als die Hälfte der Delegiertenstimmen für die Nominierungsparteitage im Sommer vergeben sein, so dass beide ihren Vorsprung gegenüber ihren parteiinternen Gegnern deutlich ausbauen könnten.

Für Trump ist es der erste Test, nachdem es am Wochenende bei seinen Wahlkampfveranstaltungen zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen seinen Anhängern und Gegnern gekommen war. "Wir werden nicht gewinnen, wenn wir die Republikaner zur Wut-Partei verkommen lassen", warnte Trump-Widersacher Marco Rubio. Doch Rubio muss sich ausgerechnet in seinem Heimatstaat Florida auf eine herbe Niederlage gefasst machen.

Bei den Demokraten kann Clinton mit Siegen in Florida und North Carolina rechnen. In den stärker industriell geprägten Staaten des Mittleren Westens könnte dagegen ihr Konkurrent Bernie Sanders mit seinen sozialdemokratischen Vorschlägen punkten. Gewählt wird am Dienstag in Florida, Ohio, Illinois, Missouri und North Carolina.

Sieg auf den Marianen

Im US-Außengebiet Marianen für sich entschieden. Der umstrittene Immobilienunternehmer bekam am Dienstag knapp 73 Prozent der Stimmen, wie die republikanische Partei der Marianen mitteilte. Er lag deutlich vor seinem schärfsten Konkurrenten Ted Cruz. Der Senator von Texas holte 24 Prozent.

Insgesamt beteiligten sich 471 Menschen an der Abstimmung. Es ging um neun Delegierte. Da im Alles-oder-Nichts-Verfahren gewählt wurde, konnte Trump alle auf sich vereinen.

Kein Klage gegen Trump

Die Polizei im US-Bundesstaat North Carolina will wegen eines gewalttätigen Vorfalls bei einer Kundgebung kein Verfahren gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump eröffnen.

Die Beweise reichten nicht aus, um den Straftatbestand der Anstachelung zu Ausschreitungen zu erfüllen, hieß es in einer Stellungnahme der Polizei von Cumberland, aus der mehrere Medien übereinstimmend zitierten.

Bei der Veranstaltung in Fayetteville am vergangenen Mittwoch hatte ein Unterstützer Trumps einem farbigen Studenten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann wurde festgenommen. Die Polizei prüfte daraufhin am Montag, ob Trump oder sein Wahlkampfteam das Publikum zu Gewalt angestachelt hätten.

Bei mehreren Auftritten des umstrittenen Präsidentschaftsbewerbers gab es in den vergangenen Tagen Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern und Gegnern. Trump sagte am Freitag eine Veranstaltung in Chicago aus Sicherheitsgründen ab. In Missouri setzte die Polizei Tränengas ein.

Trumps Mitbewerber bezichtigten ihn, seine Anhänger aufzuhetzen. Er hatte in der vergangenen Woche einen gewalttätigen Zwischenfall verteidigt. Das Publikum habe lediglich zurückgeschlagen. "Davon sollten wir noch ein bisschen mehr sehen."

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