Wirtschaftsminister Mitterlehner reist mit Firmen nach Moskau

Wirtschaftsminister Mitterlehner reist mit Firmen nach Moskau

Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will in Moskau die geschäftlichen Interessen Österreichs mit Russland neu besprechen - trotz Sanktionen.

Wien/Moskau. Ungeachtet der wirtschaftlichen Sanktionen der EU gegen Russland reist heute Reinhold Mitterlehner (ÖVP) mit einer Entourage von Unternehmern und Managern nach Moskau zur Tagung einer österreichisch-russischen Kommission für Handelsbeziehungen.

Es geht dabei, die Geschäftsbeziehungen mit Russland neu zu besprechen. Es sollen jetzt bereits Maßnahmen besprochen werden, um für die Zeit nach der Aufhebung der Sanktionen wieder rasch die Geschäft aufleben zu lassen. Die EU-Sanktionen gegen Russland gelten noch bis Ende Juli. Bis dahin sollen Vereinbarungen aus dem sogenannten Minsker Abkommen umgesetzt sein.

Vor allem will Mitterlehner den zuletzt stark in Mitleidenschaft gezogenen Tourismus wieder ankurbeln. Touristen aus Russland hatten zuletzt einen Bogen um Österreich gemacht. "Es sind hier über 40.000 Arbeitsplätze betroffen", so Mitterlehner im Interview mit dem Radiosender Ö1.

Mit dabei ist auch OMV-Chef Rainer Seele, der die Bezeiehungen mit dem russischen Öl- und Gaskonzern Gazprom intensivieren will.

Kritik hagelte es zuvor von der Opposition, Mitterlehner „untergräbt die EU-Sanktionen gegen Russland“. Mittlerhner, der ein Kritiker der EU-Sanktionen ist - "Ein Ergebnis der Sanktionen ist, dass wir uns beide bestrafen" - betont, dass er politisch bei den Vereinbarungen der Unternehmen sich nicht einmischen wird. "Das sind betriebswirtschaftliche Vorgänge", betont Mitterlehner im Raidointerview mit Ö1.

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