Wirtschaftsfaktor Windkraft

Am 9. Mai endet die Begutachtungsfrist für die aktuelle Novelle des Ökostromgesetzes – und selten zuvor gab es für einen simplen Änderungsvorschlag dermaßen harsche Kritik.

Ökostromverbände, Teile der Opposition, selbst einige Landesregierungen lehnen den Neuentwurf rundweg ab. Reinhold Mitterlehner als verantwortlicher Minister hingegen verweist darauf, dass sich die Ökostromtarife langsam dem Marktniveau annähern sollen.

Dazu passt eine neue Studie, welche erstmals die volkswirtschaftlichen Effekte der heimischen Windkraftbranche unter die Lupe genommen hat. Die Untersuchung, die kommende Woche präsentiert wird, lässt zumindest den Schluss zu, dass die bisherigen Ökoförderungen nicht umsonst waren: Eine einzige Windkraftanlage bringt heimischen Firmen eine Million Euro Auftragsvolumen; für Wartung und Betrieb noch einmal zwei Millionen zusätzlich. Schon jetzt arbeiten 120 Unternehmen im Bereich Windkraft. Bei knapp der Hälfte konnten Umsatzzahlen ermittelt werden: 2009 erzielten alleine sie einen Umsatz von 470 Millionen Euro, so das Papier, das IG Windkraft und Austrian Energy Agency im Auftrag des BMVIT erstellt haben.

Hans Peter Haselsteiner

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