Werner Muhm: "Ich bin von Fekter schwer enttäuscht"

Werner Muhm: "Ich bin von Fekter schwer enttäuscht"

Erstmals nimmt nun Arbeiterkammerdirektor Werner Muhm gegenüber FORMAT zu seiner vorerst verhinderten Wiederbestellung in den Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) öffentlich Stellung.

"Schwer enttäuscht“ sei er von Finanzministerin Maria Fekter, sagt Muhm. Auch, weil diese ihm ihre Abneigung gegen ihn als Generalrat nicht in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt habe: "Gelegenheit dazu hätte sie beim Staatsbesuch von Bundespräsident Fischer in Portugal genug gehabt, zu dem wir ihn beide begleitet haben.“ Fekters Weigerung, ihn neuerlich in den OeNB-Generalrat zu berufen, sei "ein Angriff auf die Sozialpartnerschaft“, kritisiert Muhm.

Im Finanzministerium möchte man die Aufregung nicht verstehen. Fekter wolle auf Muhms Kritik gar nicht näher eingehen, er-fuhr FORMAT aus Kreisen um die Ministerin. Denn man habe überhaupt nichts gegen den Arbeiterkammerchef in der Nationalbank.

Dem Vernehmen nach hatten sich Fekter und SPÖ-Staatssekretär Josef Ostermayer bei einem sonntäglichen Mittagessen im Wiener Lokal "Vestibül“ bereits auf die Bestellung von Muhm und WKO-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser im Abtausch gegen die SPÖ-Zustimmung zum Bilanzpolizeigesetz sowie zum Abgabenänderungspaket geeinigt. Nur war am folgenden Dienstag alles anders. "Völlig richtig von der SPÖ, Inhalte nicht mit Personen zu junktimieren“, sagt Muhm nun. Wie es in der zweiten Halbzeit des Fekter-Muhm-Matches weitergeht, ist offen.

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