Wer hat Angst vor Präsident Donald Trump?

Wer hat Angst vor Präsident Donald Trump?

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut market ging der Frage nach, was der kontroverse nächste US-Präsident – aus der Sicht der österreichischen Bevölkerung – bedeutet und wer dadurch Rückenwind bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten bekommt.

Vier Jahre, bis zum Jänner 2021. Mindestens so lange werden sich die USA und der Rest der Welt mit Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika abfinden müssen. Für viele - auch in Österreich - war die Wahl der Amerikaner ein Schock. Wie kann es sein, dass ein international derart umstrittener Mann tatsächlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird?

Dass es sein kann, zeigt das Wahlergebnis. Und ist auch ein Resultat des Wahlsystems der USA. Denn der unterlegenen Hillary Clinton nützt es nichts, dass mehr Wähler für sie gestimmt haben als für den zukünftigen Präsidenten. Der Sieg bei den Popular Votes ist bestenfalls gut für Clintons Ego und das Selbstverständnis der demokratischen Partei. Was zählt, sind die Stimmen der Wahlmänner, und denen zufolge hat Donald Trump gewonnen. Punktum.

Das Linzer Markt- und Meinungsforschungsinstitut "market" ist nun den Fragen nachgegangen, wie die Österreicher das Wahlergebnis einschätzen, welche Auswirkungen die Wahl des international sehr umstrittenen Mannes haben wird, auch auf die anstehende Wiederholung der Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten am 4. Dezember.

Überraschungssieger

Klar ist, dass das Ergebnis der Wahlen in den USA die Österreicher völlig überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt hat. Mehr als 70 Prozent hatten mit dem Sieg Hillary Clintons gerechnet. Ebenso viele sind nun der Meinung, dass die Entscheidung der Wähler dem internationalen Ansehen der USA schaden wird und sie fürchten gleichzeitig negative Einflüsse auf die Weltpolitik.

Zu unterschätzen sind auch nicht die nun folgenden Entwicklungen auf den Finanzmärkte, beziehungsweise für die Flüchtlingskrise im Nahen Osten. Während man die allgemeinen Beziehungen zwischen den USA und Russland unter „Putin-Freund“ Trump zum Teil im Aufwind sieht, erwartet man im Gegensatz dazu rauere Zeiten zwischen den USA und der EU.

Beruhigt sind die Österreicher allerdings, was die Auswirkungen auf das eigene Land betrifft. Rund die Hälfte geht davon aus, dass der neue Republikaner im Weißen Haus keinen Einfluss auf Österreichs Wirtschaft oder die Politik im Land hat. Ebenso wenig befürchten die Österreicher Einflüsse auf ihr eigenes Leben.

Wahlkampf und Realität

Trotz der vorhandenen Ängste wollen die Österreicher nicht den Teufel an die Wand malen. Sie halten vieles, was Trump im Wahlkampf von sich gegeben hat als haltloses Gepolter. So glauben beispielsweise rund zwei Drittel, dass Trump die rigorosen Wahlversprechen wie etwa den Mauerbau an der mexikanischen Grenze, das Einwanderungsverbot für Muslime oder der Ausstieg der USA aus der Welthandelsorganisation nicht oder nur nur bedingt in Kraft setzen wird. Zwei Drittel (65 %) der Befragten sind überzeugt, das Trump diese Ankündigungen eher nicht einhalten können wird.

Mit einer ähnlichen Klarheit sieht man letztlich auch den heimischen Begünstigten des amerikanischen Wahltages. Knapp 60 Prozent gehen davon aus, dass der Sieg Donald Trumps dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer Norbert Hofer bei der kommenden zweiten Stichwahl zum österreichischen Bundespräsidenten Rückenwind gibt. Während sich in diesem Zusammenhang in etwa ein Viertel keine Einschätzungen zutraut, sehen nur 14 Prozent Alexander van der Bellen als Profiteur des amerikanischen Wahlergebnisses.

Fnanzminister Hartwig Löger

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