Was Politiker verdienen...

Was Politiker verdienen...

Monika Lindner will es unbedingt, viele andere kriegen es bereits: das Politikergehalt. Für sein neues Buch „Politisches Geld“ hat der Politikwissenschaftler Hubert Sickinger ausgerechnet, wie viel der österreichische Staat seinen Politikern bezahlt und wie sich diese Kosten auf Bund, Länder und Gemeinden verteilen.

Demnach verdienen die rund 44.000 österreichischen Politiker insgesamt 318,3 Millionen Euro im Jahr. 29,7 Millionen gehen an Bundespolitiker – also die Regierung, Nationalratsabgeordnete und Bundesräte – die restlichen 288,6 Millionen an Landes-, Gemeinde- und Bezirkspolitiker.

Je nach Funktion unterscheiden sich die Gehälter aber deutlich. Während Gemeinderäte oft nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, bekommen etwa 850 bis 900 Politiker mehr als 6.000 Euro im Monat, also über 84.000 Euro im Jahr. Dazu gehören neben den Bundes- und Landespolitikern auch Bürgermeister größerer Städte, Bezirksvorsteher in Wien und einige Stadträdte. Ein paar weitere hundert Amtsträger bekommen immer noch mehr als 4.000 Euro.

Von allen Bundesländern gibt Niederösterreich mit 79,2 Millionen Euro am meisten für Politikergehälter aus und bezahlt damit rund ein Viertel aller Politiker. Auf Größe und Einwohnerzahl kann es sich dabei aber nur bedingt ausreden, denn die Kosten sind auch im Verhältnis dazu hoch. 49 Euro lässt sich Niederösterreich seine Politiker pro Einwohner kosten. Noch spendabler ist nur das Burgenland (62,3 Euro). Im bevölkerungsärmsten Bundesland sind vor allem die Kosten für Landesregierung und Landtag vergleichsweise hoch. Am anderen, günstigen Ende der Kostenskala: Kärnten (32,7 Euro) und Wien (13,5 Euro). Die Bundeshauptstadt kann dabei von der hohen Bevölkerungsdichte profitieren.

Denn Schuld an den großen Kostenunterschieden sind eben die Anzahl und Größe der Gemeinden in den Bundesländern. Je fragmentierter die politische Landkarte, desto mehr Politiker muss das Land bezahlen. So kommt in Wien ein Politiker auf 1.325 Einwohner. In Niederösterreich sind es 134 und im Burgenland gar 90.

Noch nicht berücksichtigt ist in all diesen Berechnungen, was der Staat den ehemaligen Politikern bezahlt, also zeitlich begrenzte Bezugsfortzahlungen und Pensionen.

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Peter Pelinka

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