Was beim EU-Gipfel in Brüssel besprochen wird

Krisen in- und außerhalb Europas: Die Staats- und Regierungschefs sprechen beim Gipfel über die Ukraine und Libyen. Und zu Griechenland gibt es ein Extratreffen in kleiner Runde.

Was beim EU-Gipfel in Brüssel besprochen wird

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten bei ihrem Frühjahrsgipfel am Donnerstag und Freitag über außenpolitische Krisen und die europäische Wirtschafts- und Energiepolitik. Die wichtigsten Themen im Überblick:

Energieunion: Die Abschottung von 28 nationalen Energiemärkten soll enden. Eine stärkere Vernetzung dieser Märkte könnte Verbraucher jährlich um bis zu 40 Mrd. Euro entlasten.

Wirtschaftspolitik: Die "Chefs" sprechen mit dem Patron der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, über die Wirtschaftslage. Die EU will mit einem Wachstumsplan Investitionen von bis zu 315 Mrd. Euro anschieben.

Freihandelsabkommen TTIP: Der Gipfel will der EU-Kommission Rückdeckung für die Verhandlungen für das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP geben. Gegen den Pakt gibt es in der Bevölkerung zahlreiche Bedenken.

Ukraine: Der Gipfel wird über die Umsetzung des Minsker Friedensplans beraten. Über weitere Sanktionen gegen Moskau soll nicht entschieden werden.

Libyen: Die EU-Staaten erwägen unter bestimmten Bedingungen einen Friedenseinsatz. Das ölreiche nordafrikanische Land ist zum Ziel islamistischen Terrors geworden.

Griechenland: Am Rande des Spitzentreffens wird eine kleine Runde über die angespannte Finanzlage in Griechenland beraten. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird daran teilnehmen. Sie rechnet beim Gipfel nicht mit einem Durchbruch.

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