Wer soll ÖVP und SPÖ in die Nationalratswahlen führen? [UMFRAGE]

Wer soll die ÖVP und die SPÖ nach dem Wahlschock in Niederösterreich in die nächsten Nationalratswahlen führen? soll. Und wie steht es um eine Regierungsbeteiligung der FPÖ? Die trend-Umfrage zeigt klare Tendenzen.

Wer soll ÖVP und SPÖ in die Nationalratswahlen führen? [UMFRAGE]

Große Verluste der ÖVP und ein trotz Oppositionsrolle extrem schwaches Abschneiden der SPÖ bei den Landtagswahlen in Niederösterreich haben bei den ehemaligen Volksparteien Diskussionen darüber entfacht bzw. verstärkt, wer sie in die für 2024 geplanten Nationalratswahlen führen soll. Wie beurteilen das die Wähler:innen? Das market-Institut hat dazu im Auftrag des trend eine Umfrage durchgeführt-

Laut einer Umfrage des Linzer market-Instituts für den trend sind die aktuellen Parteivorsitzenden für ihre eigenen Anhängerschaft nach wie vor die Nummer eins. Für Kanzler Karl Nehammer als Frontmann plädieren 61 Prozent der eigenen Fanbase und damit deutlich mehr als etwa für Sebastian Kurz (zwölf Prozent), über dessen mögliches Comeback zuletzt spekuliert worden war. Europaministerin Karoline Edtstadler liegt sogar vor dem Exkanzler. Nimmt man alle Befragten als Grundlage, ist der Abstand deutlich geringer, aber dennoch klar.

Für die SPÖ hätte der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil einen klaren Führungsauftrag, wenn man das gesamte Wählervolk befragt. Unter den SPÖ-Präferenten geben nach wie vor mehr Befragte der derzeitigen Parteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner den Vorzug als Doskozil: 39 Prozent versus 28 Prozent. Den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig sähen gerne 14 Prozent der SPÖ-Anhänger an der Spitze. Außerhalb des eigenen Sympathisantenkreises ist das Interesse an der Frage, wer eine Partei in die nächsten Wahlen führt, aber gering, verweist market-Expertin Birgit Starmayr auf viele "Weiß ich nicht"-Angaben.

Leitet sich aus einem klaren Stimmenzuwachs der FPÖ - wie in Niederösterreich - auch das Mandat ab, bei der Regierungsbildung zum Zug zu kommen? 47 Prozent der Befragten wollen Herbert Kickl und Co. auf keinen Fall in der Regierung, während 35 Prozent für eine FPÖ-Regierungsbeteiligung sind. 20 Prozent halten die Freiheitlichen für befähigt, den Kanzler zu stellen. "Letztere sind aber fast nur FPÖ-Anhänger", fasst Starmayr die Details zusammen, "alle anderen gehen auf Distanz."


Die Umfrage-Ergebnisse finden Sie auch in der trend. PREMIUM Ausgabe vom 10.2.2023.

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