Umfrage zur Regierungsarbeit 2009: Österreicher sehen Erwartungen bestätigt

In einer Umfrage zeigen sich die Österreicher wenig überrascht von der Regierungsarbeit im heurigen Jahr. Die ÖVP kann bessere Werte vorweisen als die SPÖ.

Ein letzter großer Stimmungstest vor dem Jahreswechsel bringt doch einigermaßen überraschende Ergebnisse. 1.000 Österreicher wurden im November vom Institut „Peter Hajek Public Opinion Strategies“ im Auftrag von ATV über ihre Einschätzung der Regierungsarbeit im zu Ende gehenden Jahr befragt. So sagen 51 Prozent, die Regierung habe 2009 so gearbeitet wie erwartet. Allerdings lagen die im Jänner abgefragten positiven Erwartungen an die große Koalition bei 59 Prozent. 34 Prozent hatten damals negative Erwartungen an die Arbeit der Regierung. Heute sagen nur 30 Prozent, die Regierung habe schlechter gearbeitet als erwartet.

Bessere Werte für ÖVP
Auf die Frage, welche Partei sich 2009 am besten geschlagen hat, liegt die ÖVP ­eindeutig in Front (siehe auch Grafik ) . Dazu passend auch ein anderes Detail der Umfrage: 61 Prozent ­sagen, dass Vizekanzler Josef Pröll den Ton in der Regierung angibt. Nur neun Prozent meinen das von Kanzler Werner Faymann. 24 Prozent sagen: beide gleich. Über die ­eigene Parteiwählerschaft hinaus wird auch der FPÖ zugestanden, sich heuer gut ­geschlagen zu haben. Dennoch polarisiert die FPÖ weiter am stärksten. Der Kanzlerpartei schadet vor allem die Wirtschaftskrise, in der sie sich nicht eindeutig positionieren konnte.

Auf- und Absteiger 2009
Die Auf- und Absteiger innerhalb der Regierungsmannschaft heißen Rudolf Hundstorfer und Johannes Hahn. Während Hundstorfer in seiner Beliebtheit seit September um 13 Prozent zulegen konnte, verlor der scheidende Wissenschaftsminister um 13 Prozentpunkte. An der Spitze der Beliebtheit befinden sich allerdings vier ÖVP-Minister: Josef Pröll, Reinhold Mitterlehner, Claudia Bandion-Ortner vor Michael Spindelegger. Erst an fünfter Stelle rangiert Aufsteiger Hundstorfer.

Markus Pühringer

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