Ulrich Habsburg-Lothringen, Nicht-Präsidentschaftskandidat im Interview

FORMAT: Herr Habsburg-Lothringen, was bedeutet der Tod Otto Habsburgs?

Habsburg: Otto Habsburg war ein Verbindungsglied zur alten Zeit. Ohne ihn wird es künftig kaum mehr authentische Aussagen über die Monarchie und die Zeit danach geben.

FORMAT: Wovon leben die Habsburger heute eigentlich?

Habsburg: Die Familie ist in sehr vielen verschiedenen Bereichen tätig. Meine drei Söhne etwa sind in der Papierindustrie, im Forschungsbereich und in der EDV-Branche beschäftigt. Ich selbst lebe von 1.350 Euro Bauernpension monatlich und verdiene mir als Sachverständiger ein kleines Zubrot. Den Gutsbetrieb mit 50 Hektar werde ich auf meine Söhne aufteilen. Einer allein kann von dem Land ohnehin nicht leben, das Gut ist einfach zu klein.

FORMAT: Sie wollten 2010 als Bundespräsident kandidieren. Werden Sie bei der nächsten Wahl antreten?

Habsburg: Wenn eine der großen Parteien, also SPÖ oder ÖVP, mich aufstellt, würde ich es machen.

FORMAT: Sie sitzen nach wie vor für die Grünen im Gemeinderat in Wolfsberg. Welche Themen liegen Ihnen am Herzen?

Habsburg: Mich ärgern die ungleichen Einkommensverhältnisse in unserer Gesellschaft. Außerdem mache ich mich für die Öko-Energie stark.

Bundeskanzler Karl Nehammer: Sein Vorgänger Sebastian Kurz war in der Partei "der Chef". Nehammer ist "der Karl".

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