Trump bei Vorwahlen erstmals alleiniger Bewerber

Trump bei Vorwahlen erstmals alleiniger Bewerber

Donald Trump greift in den Schmutzkübel, um seine Rivalin Hillary Clinton zu attackieren.

Dem US-Milliardär, der einst als Außenseiter in die Vorwahlen des US-Präsidentschaftswahlkampfes der Republikaner gestartet war, Unternehmer fehlen noch knapp 200 Delegiertenstimmen. Nach seinen Verbalattacken gegen Muslime und Mexikaner greift Trump nun auch in den Schmutzkübel, um Hillary Clinton wegen der Untreue ihres Mannes Bill Clinton zu denunzieren. Die persönliche Attacken auf die Rivalin seien laut Trump als "Teil des Spiels" und gerechtfertigt.

Washington. Donald Trump geht bei den Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidatur am Dienstag erstmals als einziger Bewerber der Republikaner ins Rennen. Gewählt wird bei den Konservativen in Nebraska und in West Virginia.

Die Demokraten wählen nur in West Virgina. Bei ihnen steht die frühere Außenministerin Hillary Clinton ihrem linken Gegenkandidaten Bernie Sanders gegenüber. Sanders, der hinter Clinton zurück liegt, gilt in West Virginia als Favorit.

Nach dem Ausstieg von Ted Cruz und John Kasich als letzte seiner einst 16 Mitbewerber muss sich Trump bei den Republikanern auch dann noch den Vorwahlen stellen, wenn es keinen Gegenkandidaten gibt. Trump hat bisher rund 1050 Delegierte gesammelt. Für die absolute Mehrheit und damit eine Nominierung im ersten Wahlgang beim Parteitag im Juli in Cleveland braucht er 1237 Stimmen.

Trump wird nach Auffassung von Meinungsforschern entweder alle oder fast alle Delegierten, die bis zum Vorwahl-Finale am 7. Juni zu vergeben sind, erringen und die Hürde von 1237 klar überwinden. Gleichzeitig machen sich jedoch in der Partei Abspaltungstendenzen breit. Strikt konservative Kreise bei den Republikanern halten Trump nicht nur persönlich für ungeeignet, sondern auch programmatisch für nicht tragbar. Viele seiner Thesen seien zu liberal.

Der Griff in den Schmutzkübel

Trump die Demokratin Hillary Clinton wegen der Untreue ihres Mannes hart attackiert. Mit Blick auf Affären von Ex-Präsident Bill Clinton sagte Trump in Spokane im Bundesstaat Washington, Hillary habe das Handeln ihres Ehemannes "ermöglicht" und damit "viele Frauen verletzt".

Einige der Frauen seien "nicht durch ihn zerstört worden, sondern durch die Art, wie Hillary damit umging". Trump bezeichnete während seines Wahlkampfauftrittes am späten Samstagabend Bill Clinton als "den Schlimmsten in der Geschichte". Angesprochen auf Kritik an seinen Äußerungen sagte der populistische Milliardär am Sonntag dem Fernsehsender ABC, solche Angriffe seien "Teil des Spiels". Schließlich trete das Ehepaar Clinton gemeinsam im Wahlkampf auf.

Trumps neueste Äußerungen stehen in einer Reihe von Ausfällen des Bewerbers, unter anderem gegen Muslime und Mexikaner. So hatte er im Sommer mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet.

Trump ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur sicher, nachdem seine letzten verbliebenen Rivalen vor einigen Tagen aus dem parteiinternen Rennen ausgestiegen sind. Hillary Clinton wiederum liegt bei den Demokraten klar vor ihrem Rivalen Bernie Sanders, sie steht de facto als Kandidatin ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl fest.

Politik

Gutachten: "Casinos Finanzchef Sidlo sofort abberufen"

OECD empfiehlt Österreich Reformen bei Klima und Pensionen

Politik

OECD empfiehlt Österreich Reformen bei Klima und Pensionen

Hartwig Löger

Politik

Rückzug: Hartwig Löger wird nicht mehr Finanzminister

Politik

Wien schmiedet Wirtschaftsstrategie mit Blick auf 2030