Technologietransfer durch Kopien

Technologietransfer durch Kopien

Der Diebstahl von geistigem Eigentum stellt für westliche Unternehmen nach wie vor ein Problem in China dar.

Wenn am Freitag der Oberste Gerichtshof Chinas entscheidet, ob gegen den chinesischen Hersteller von Windkrafträdern, Sinovel, zivilrechtlich vorgegangen werden kann, werden das vor allem die Amerikaner aufmerksam beobachten. Der US-Konzern AMSC hatte den Prozess angestrebt, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter des Tochterunternehmens in Klagenfurt bereits verurteilt worden war. Er hatte heikle Softwaredaten an Sinovel, den bis damals größten Kunden von AMSC, verkauft. Der Ärger über das illegale Erwerben der AMSC-Software war ebenso groß wie über iPhone-Kopien, Dyson-Staubsauger-Doubles und ähnliche Plagiate. Die US-Außenhandelskommission hat errechnet, dass allein die USA zwischen 900.000 und 2,1 Millionen mehr Arbeitsplätze schaffen könnten, würden die Patentrechte in China nach westlichem Standard eingehalten. China hat erste Schritte für mehr Rechtssicherheit bei Intellectual Property Rights eingeräumt. Doch noch besteht das Problem.

Peter Pelinka

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