Studie: 15 Prozent würden Ex-Finanzminister Grasser noch immer wählen

Der ehemalige Sonnyboy der heimischen Innenpolitik, Karl-Heinz Grasser, kommt noch immer auf überraschend hohe Sympathiewerte in der Bevölkerung. Obwohl die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Finanzminister wegen Untreue, Betrugs und Amtsmissbrauchs ermittelt, halten ganze 15 Prozent Grasser für immer noch wählbar, wenn die Vorwürfe gegen ihn fallen gelassen werden.

Das überrascht auch Studienautor Peter Hajek, der gemeinsam mit ATV quartalsweise aktuelle Themen in Österreich abfragt. Hajek: „Die Marke Grasser ist noch vital.“ Für 79 Prozent ist Grasser allerdings nicht mehr als Politiker wählbar. Meinungsforscher Hajek hält die tatsächliche Zustimmung zu KHG im Fall der Fälle für sogar noch höher. Denn in einer zweiten Frage nach der persönlichen Schuld Grassers in den zahlreichen Affären von Buwog über Hypo und Meinl stehen ihm insgesamt 40 Prozent entweder neutral gegenüber oder stärken ihm sogar den Rücken.

Das lässt Hajek auf eine noch höhere Zustimmung schließen. Zwölf Prozent sind sogar der Meinung, dass Grasser die Malversationen von dessen Gegnern unterstellt werden. 60 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten vermuten, dass Grasser tatsächlich gegen das Gesetz verstoßen hat und somit schuldig ist. Die Umfrage wurde Ende März unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern ab 16 Jahren durchgeführt. Die Schwankungsbreite beträgt maximal 3,1 Prozent.

Politik

London-Anschlag: Polizei geht von islamistischem Hintergrund aus

Politik

Brexit: Der Zwei-Jahresplan in 10 Etappen

FBI-Chef: Ermittlungen gegen Trump-Wahlkampfteam

Politik

FBI-Chef: Ermittlungen gegen Trump-Wahlkampfteam