Staatsschulden leicht rückläufig - Hypo-Alpe-Pleite belastet

Ein gute und eine schlechte Nachricht: Im dritten Quartal hat Österreich einen leichten Rückgang der Staatsschulden gegenüber dem zweiten Quartal 2015 zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Staatsverschuldung dennoch massiv - um rund 20 Milliarden Euro angestiegen - Dank des Kärntner Bankendesasters mit der Hypo Alpe Adria.

Staatsschulden leicht rückläufig - Hypo-Alpe-Pleite belastet

Wien. Der öffentliche Schuldenstand ist zuletzt wieder leicht zurückgegangen. Nach einem Rekordwert von 86,3 Prozent im zweiten Quartal weist die Statistik Austria für das Ende September zu Ende gegangene dritte Quartal eine Staatsverschuldung von 85,3 Prozent der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) aus. In absoluten Zahlen entspricht das einem Schuldenberg von 285,893 Mrd. Euro.

Der Großteil der Staatsschulden entfällt traditionell auf den Bund, der mit 252,256 Mrd. Euro deutlich mehr schultern muss als Länder (19,953), Gemeinden (12,996) und Sozialversicherungen (0,705 Mrd. Euro).

Im Jahresvergleich - also gegenüber dem dritten Quartal 2014 - hat die Staatsverschuldung zwar stark zugelegt: 85,3 Prozent des BIP entsprechen einem Anstieg um 4,6 Prozentpunkte bzw. mehr als 20 Mrd. Euro. Dieser Sprung ist allerdings zum Großteil noch auf die Kärntner Krisenbank Hypo Alpe Adria zurückzuführen: Die Verbindlichkeiten der Hypo-Bad Bank Heta wurden im Oktober 2014 dem Staat zugerechnet und haben den Schuldenstand damals schlagartig um 4,2 Prozentpunkte ansteigen lassen.

Damit lagen die Staatsschulden Ende 2014 bei 84,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für das Gesamtjahr 2015 wird noch einmal ein Rekordwert von 86,5 Prozent erwartet, bevor die Verschuldung im kommenden Jahr wieder leicht auf 85,1 Prozent des BIP zurückgehen soll.

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