Ultimatum an Ukraine? Russland dementiert

Aufregung um ein mögliches Ultimatum Russlands an die Ukraine: Interfax zitierte aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium. Russland weist dies entschieden zurück.

Ultimatum an Ukraine? Russland dementiert

Für helle Aufregung sorgte am Montag Abend die Nachrichtenagentur Interfax mit der Meldung, der Kommandant der russischen Schwarzmeerflotte habe der Ukraine ein Ultimatum gestellt, die Waffen bis 4:00 Uhr Früh niederzulegen. Sollte das Ultimatum nicht eingehalten werden, werde angegriffen, zitierte die russische Agentur Interfax aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium.

Laut diesen Informationen sprach Alexander Vitko, Kommandant der Schwarzmeerflotte, das Ultimatum aus. "Wenn sie sich nicht vor 05.00 Uhr in der Früh (Ortszeit) ergeben, wird ein wirklicher Angriff auf Einheiten und Divisionen der Streitkräfte auf der gesamten Krim gestartet", soll Vitko erklärt haben.

Ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums erklärte die Forderungen: Die Ukraine müsse die neue Regierung auf der Krim anerkennen, die Waffen niederlegen und abziehen.Anderenfalls müsse man sich auf einen Angriff einstellen.

Russland dementiert Ultimatum

Russland hat die Berichte über das Ultimatum an die ukrainischen Streitkräfte auf der Halbinsel Krim zurückgewiesen. "Das ist völliger Blödsinn", sagte ein Stabsvertreter der russischen Schwarzmeerflotte am Montagabend der Agentur Interfax. Es gebe seit Tagen und mehrfach Behauptungen über angeblich geplante gewaltsame Handlungen gegen "unsere ukrainischen Kollegen"

Die Ukraine hängt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch finanziell stark am Tropf Russlands. So hat es Moskau in der Hand, die europafreundliche Regierung des klammen Nachbarlands in arge Bedrängnis zu bringen. Möglich macht das eine Klausel in den Verträgen für eine drei Milliarden Dollar schwere ukrainische Staatsanleihe, die von Russland gehalten wird und noch bis Ende 2015 läuft.
 

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Angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine hat Russland seine militärische Präsenz auf der im März annektierten Halbinsel Krim massiv verstärkt. Krim-Tartaren klagen gleichzeitig über Schikanen durch russische Truppen.
 

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