Ukraine: Separatisten schießen zwei ukrainische Hubschrauber ab

Ukraine: Separatisten schießen zwei ukrainische Hubschrauber ab

Die Rebellen sprachen am Freitag von einer Großoffensive zur Rückeroberung ihrer Hochburg Slawjansk. Innenminister Arsen Awakow erklärte, ein Pilot sei getötet worden und es gebe Verletzte, nachdem Rebellen mit Flugabwehrraketen auf ukrainische "Sondereinsatzkräfte" geschossen hätten.

Auch Granatwerfer seien von den Separatisten eingesetzt worden. Die Rebellen würden von Söldnern unterstützt.

Zwei Hubschrauber seien abgeschossen worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax den Rebellenanführer und selbsternannten Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow. Ein Pilot sei festgenommen worden. Andere Rebellen erklärten, mindestens ein Hubschrauber sei abgeschossen worden. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters sah einen Militärhubschrauber, der am Stadtrand das Feuer eröffnete. Ein Reporter berichtete, er habe Gewehrschüsse gehört.

OSZE-Geiseln angeblich "außerhalb der Kampfzone"

Eine Gruppe von Separatisten um Ponomarjow steckt auch hinter der Gefangennahme mehrerer europäischer Militärbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Vier der Festgehaltenen sind Deutsche. Die Gefangenen seien "alle an einen sicheren Ort außerhalb der Kampfzone gebracht" worden, zitierte die "Bild"-Zeitung Ponomarjow. Welche Konsequenzen der Angriff für eine mögliche Freilassung deutscher Geiseln habe, könne er "zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen". Es habe am frühen Morgen einen Angriff der ukrainischen Armee auf Kontrollposten in Slawjansk gegeben, der andauere. Sollten die Angaben der Rebellen bestätigt werden, wäre es das erste Mal, dass die Regierung in Kiew mit einem Einsatz in diesem Umfang gegen die Separatisten im Osten der Ukraine vorgeht. In der Region haben Rebellen in zahlreichen Städten in den vergangenen Wochen nach und nach öffentliche Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht. In der Millionenmetropole Donezk haben sie eine Volksrepublik ausgerufen und für den 11. Mai ein Referendum für eine Abspaltung angesetzt, ähnlich wie jenes, das vor der Eingliederung der Halbinsel Krim in die Russische Föderation abgehalten wurde.

Die Vorgänge in der Ukraine haben zur größten Konfrontation zwischen dem Westen und Russland seit Ende des Kalten Krieges geführt. Der Westen wirft der Regierung in Moskau vor, die Separatisten zu unterstützen. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück.

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