Ukraine: Klitschko ruft zu Generalmobilmachung auf

Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko hat zur "Generalmobilmachung" in seinem Land aufgerufen. Der frühere Boxweltmeister richtete am Samstag einen entsprechenden Appell an das Parlament in Kiew.

Ukraine: Klitschko ruft zu Generalmobilmachung auf

Angesichts der begonnenen "russischen Aggression" forderte Klitschko in einem Kommunique das Parlament auf, den Oberkommandierenden der Armee zu ersuchen, die Generalmobilmachung anzuordnen. Zudem forderte er eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates.

Unterdessen sagte der UN-Sondergesandte für die Ukraine, Robert Serry, einen geplanten Besuch auf der Krim wegen der dortigen Spannungen ab.

Die Lage auf der ukrainischen Halbinsel Krim hatte sich am Samstag zugespitzt. Die Streitkräfte des Landes wurden in Alarmbereitschaft versetzt, weil Russland nach Angaben der Regierung in Kiew zuletzt 6000 Soldaten in das Land verlegte.

Das Oberhaus des russischen Parlamentes, der Föderationsrat, billigt die Entsendung von Truppen in die Ukraine.

EU-Außenministertreffen am Montag

Die EU-Außenminister werden am Montag in Brüssel wegen der Lage in der Ukraine zu einer Dringlichkeitssitzung zusammentreffen. Das erklärte ein EU-Diplomat am Samstag. Das Sondertreffen wird voraussichtlich nach 13.00 Uhr beginnen.

Die Ukraine hängt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch finanziell stark am Tropf Russlands. So hat es Moskau in der Hand, die europafreundliche Regierung des klammen Nachbarlands in arge Bedrängnis zu bringen. Möglich macht das eine Klausel in den Verträgen für eine drei Milliarden Dollar schwere ukrainische Staatsanleihe, die von Russland gehalten wird und noch bis Ende 2015 läuft.
 

So könnte Moskau die Ukraine in Finanznöte stürzen

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Angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine hat Russland seine militärische Präsenz auf der im März annektierten Halbinsel Krim massiv verstärkt. Krim-Tartaren klagen gleichzeitig über Schikanen durch russische Truppen.
 

Ukraine - Kiew: 4.000 russische Soldaten auf Krim zusammengezogen

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Hoffnung für die Ukraine: Das bereits im Juni bei einem EU-Gipfel unterzeichnete Assoziierungsabkommen soll am 16. September zeitgleich vom europäischen und ukrainischen Parlament ratifiziert werden. Die EU verzichtet bereits jetzt fast vollständig auf Zölle bei der Einfuhr von Waren aus dem krisengebeutelten Land. Ab Freitag treten neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Kraft.
 

EU stärkt Ukraine den Rücken: Parlament ratifiziert Assoziierungsabkommen

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(Reuters) - Seit Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine haben die prorussischen Rebellen nach ukrainischen Angaben 648 Gefangene freigelassen. Die Ukraine bemühe sich, rund 500 weitere Gefangenen freizubekommen, sagte ein Sprecher des ukrainischen Militärs am Dienstag in Kiew. Präsident Petro Poroschenko hatte am Vortag erklärt, die Rebellen hätten rund 1200 Gefangene übergeben. Der Militärsprecher sagte dazu, Poroschenko habe sich auf die Gesamtzahl der Menschen bezogen, die in der Gewalt der Rebellen vermutet würden.
 

Ukraine: Rebellen ließen bislang rund 650 Gefangene frei

(Reuters) - Seit Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine haben die …