Ukraine: Janukowitsch will mit Opposition reden

Ukraine: Janukowitsch will mit Opposition reden

Nach tagelangen Massenprotesten hat sich der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch zu Gesprächen mit der Opposition bereiterklärt. Die proeuropäischen Anhänger rund um Boxweltmeister Vitali Klitschko versperren seit Tagen die Straßen zu Regierungsgebäuden mit Holzstämmen, Autos und Zelten. EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton reißt am Dienstag für Gespräche nach Kiew.

Zuallererst möchte sich Janukowitsch aber mit drei seiner Amtsvorgänger treffen, die sich zu Beratungen angeboten haben, erklärte das Präsidialamt am Montag.

Nach dem Aufruf des frühereren ukrainischen Außenministers Arseni Jazenjuk, das Regierungsviertel zu blockieren, ermitteln die Sicherheitsbehörden in Kiew gegen die Opposition. Der Verwurf lautet auf Umsturzversuch. Jazenjuk sei nach eigenen Angaben für Dienstag zu einer Anhörung vorgeladen, er wisse aber nichts von einer Anklage. Die Macht gehöre dem ukrainischen Volk, nicht dem Präsidenten, betonte der Weggefährte der inhaftierten Ex-Regierungsschefin Julia Timonschenko. Vitali Klitschko, Chef der oppositionellen Udar, besuchte mit seinem Bruder Wladimir die Demonstranten am Unabhängigkeitsplatz. "Wir tun dies, damit Präsident Viktor Janukowitsch unsere Forderungen endlich hört", so Klitschko. Bei klirrender Kälte harrten die Protestanten in Zelten aus. 700 Mitglieder einer Sondereinheit wurden zur Überwachung nach Kiew befördert.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton soll nun in Kiew vermitteln. Sie will in den kommenden zwei Tagen mit beiden Seiten einen Weg aus der Krise suchen. Die Opposition wünscht sich eine Annährung Europas, die Regierung hingegen beharrt zurzeit auf einem Pro-Russland-Kurs.

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