Timoschenko: Kandidatur für Präsidentenamt in der Ukraine noch offen

Timoschenko: Kandidatur für Präsidentenamt in der Ukraine noch offen

Tochter Jewgenia relativiert die Präsidentschaftsambitionen ihrer Mutter Julia Timoschenko. Es sei noch nicht gewiss, ob ihre Mutter eine politische Position anstreben werde. Die gesundheitliche Rehabilitation der ehemaligen Präsidentin der Ukraine stehe im Vordergrund. Die mögliche Konkurrenz zwischen Timoschenko und Vitali Klitschko könnte für politische Spannungen sorgen.

Nun ist es also doch nicht mehr so fix. Nachdem Oppositionsführerin Julia Timoschenko bereits durchblicken hat lassen, zur Präsidentschaftswahl im Mai antreten zu wollen , relativiert ihre Tochter Jewgenia das Vorhaben. Sie erklärt in einem deutschen Morgenmagazin, es sei noch nicht gewiss, ob ihre Mutter eine politische Position anstreben werde.

Timoschenko müsse nach ihrer Haftentlassung zuerst die Therapie ihrer Rückenleiden beginnen. Sie begiebt sich im März in eine deutsche Reha-Klinik. "Und dann müssen wir weitersehen." Jewgenia Timoschenko betonte laut Übersetzung, dass ihre Mutter sich bislang nicht offiziell zur Frage einer Kanditatur am 25. Mai geäußert habe. In ein bis zwei Wochen werde Julia Timoschenko eine offizielle Erklärung abgeben.

Konkurrenz könnte Probleme bereiten
Der mittlerweile führende Oppositionspolitker, die Boxlegende Vitali Klitschko, hat seine Kandidatur bereits bekanntgegeben . Ein Antritt Timoschenkos könnte das oppositionelle Lager spalten und vielleicht sogar den Befürwortern der Politik des abgesetzen Präsidenten Viktor Janukowitsch in die Hände spielen.

Sowohl Timoschenko als auch Klitschko setzen sich für eine EU-Orientierung des Landes ein. Janukowitsch wollte die Ukraine näher an Russland binden. Vor allem im Osten der Ukraine findet die pro-russische Politik noch immer Anklang.

Warten auf Übergangsregierung geht weiter
Nach dem Sturz von Janukowitsch wartet die Ukraine weiterhin auf eine neue Regierung. Die Kandidaten für das neue Kabinett sollen am Mittwochabend am Maidan vorgestellt werden. Mögliche Ministerpräsidenten sind der frühere Parlamentschef Arseni Jazenjuk sowie der Ex-Außenminister Pjotr Poroschenko. Die Wahl der neuen Regierung ist für Donnerstag angesetzt.

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