Geiz ist für die Ukraine nicht geil: Russland streicht Gas-Rabatt

Der ukrainische Gaspreisrabatt in Höhe von 30 Prozent ist Geschichte. Ab April muss das Krisenland den vollen Preis für seine Energieversorgung zahlen. Russland verwendete den Gaspreis immer gerne als Druckmittel gegen die Ukraine.

Geiz ist für die Ukraine nicht geil: Russland streicht Gas-Rabatt

Der russische Energieriese Gazprom streicht die ukrainischen Rabatte beim Gaspreis. Die Ukraine muss demnach ab April den vollen Preis zahlen, teilt Gazprom-Chef Alexej Miller am Dienstag mit. Bisher gab es einen speziellen Ukraine-Rabatt in Höhe von 30 Prozent.

Gazprom schlug außerdem vor, der Ukraine einen Kredit in Höhe von zwei bis drei Milliarden US-Dollar zu gewähren, damit sie ihre Gas-Schulden begleichen können. Zurzeit steht das Krisenland bei der Gazprom mit rund 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) in der Kreide.

Noch am Montag teilte das russische Staatsunternehmen mit, dass es nicht an eine Streichung des Rabatts denke. Russland verwendete den Gaspreis auch in der Vergangenheit immer wieder gerne als Druckmittel gegenüber der Ukraine.

Im vergangenen Dezember vereinbarte der damalige Präsident Viktor Janukowitsch milliardenschwere Rabatte auf den Gaspreis. Nach dem Sturz von Janukowitsch war eine Streichung der Rabatte allgemein erwartet worden.

Die Ukraine hängt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch finanziell stark am Tropf Russlands. So hat es Moskau in der Hand, die europafreundliche Regierung des klammen Nachbarlands in arge Bedrängnis zu bringen. Möglich macht das eine Klausel in den Verträgen für eine drei Milliarden Dollar schwere ukrainische Staatsanleihe, die von Russland gehalten wird und noch bis Ende 2015 läuft.
 

So könnte Moskau die Ukraine in Finanznöte stürzen

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Angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine hat Russland seine militärische Präsenz auf der im März annektierten Halbinsel Krim massiv verstärkt. Krim-Tartaren klagen gleichzeitig über Schikanen durch russische Truppen.
 

Ukraine - Kiew: 4.000 russische Soldaten auf Krim zusammengezogen

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Hoffnung für die Ukraine: Das bereits im Juni bei einem EU-Gipfel unterzeichnete Assoziierungsabkommen soll am 16. September zeitgleich vom europäischen und ukrainischen Parlament ratifiziert werden. Die EU verzichtet bereits jetzt fast vollständig auf Zölle bei der Einfuhr von Waren aus dem krisengebeutelten Land. Ab Freitag treten neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Kraft.
 

EU stärkt Ukraine den Rücken: Parlament ratifiziert Assoziierungsabkommen

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(Reuters) - Seit Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine haben die prorussischen Rebellen nach ukrainischen Angaben 648 Gefangene freigelassen. Die Ukraine bemühe sich, rund 500 weitere Gefangenen freizubekommen, sagte ein Sprecher des ukrainischen Militärs am Dienstag in Kiew. Präsident Petro Poroschenko hatte am Vortag erklärt, die Rebellen hätten rund 1200 Gefangene übergeben. Der Militärsprecher sagte dazu, Poroschenko habe sich auf die Gesamtzahl der Menschen bezogen, die in der Gewalt der Rebellen vermutet würden.
 

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