Flugzeugabsturz: Boeing 777 der Malaysia Airlines über Ukraine abgeschossen #MH17

Der nächste Schock für die Malaysia Airlines: Nach dem vermissten Flug #MH370 wurde eine mit 298 Menschen besetzte Boeing 777 über der Ostukraine vermutlich von pro-russischen Separatisten abgeschossen. Die Lufthansa und die AUA machen um den Osten der Ukraine bereits einen Bogen, obwohl es keine Sperre des Luftraums gibt.

Flugzeugabsturz: Boeing 777 der Malaysia Airlines über Ukraine abgeschossen #MH17

In der Ukraine ist am Donnerstag an der Grenze zu Russland einer Agenturmeldung zufolge ein malaysisches Verkehrsflugzeug mit 298 Menschen an Bord - 280 Passagiere und 18 Crewmitglieder - an Bord abgestürzt. Die Boeing war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur.

Malaysian Airlines bestätigte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass man den Kontakt zum Flug mit der Nummer MH17 verloren habe.

Malaysia Airlines has lost contact of MH17 from Amsterdam. The last known position was over Ukrainian airspace. More details to follow.

— Malaysia Airlines (@MAS) 17. Juli 2014

In der Ostukraine liefern sich seit Wochen Soldaten und prorussische Separatisten heftige Gefechte. Verschiedene Quellen gehen davon aus, dass das Flugzeug in zehn Kilometern Höhe abgeschossen wurde. So heißt es etwa vom ukrainischen Innenminister Arsen Awakow, die Maschine sei von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Dem Politiker zufolge wurde die Rakete von den Seperatisten abgefeuert.

Keine Bestätigung aus Malaysia

Die malaysische Regierung hat Berichte über den möglichen Abschuss jedoch nicht bestätigt. "Wir haben keine Bestätigung für einen Abschuss!", schrieb Verteidigungsminister Hishamuddin Hussein am Donnerstag auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. "Unser Militär wurde angewiesen, dies zu untersuchen."

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schloss ein Verschulden der eigenen Armee aus, räumte aber ein, dass es durchaus möglich sei, dass die Boeing 777 mit 295 Menschen an Bord auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgeschossen worden sei. "Die Streitkräfte der Ukraine waren auf keinen Fall an der Zerstörung des Ziels in der Luft beteiligt", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Präsidenten.

Militärflugzeuge abgeschossen

Dies sei der dritte tragische Fall dieser Art, nachdem bereits in den vergangenen Tagen zwei ukrainische Militärflugzeuge von russischem Territorium aus abgeschossen worden seien. Poroschenko richtete eine Untersuchungskommission ein, zu der auch internationale Experten, darunter aus den Niederlanden und Malaysia eingeladen wurden.

Der Anführer der prorussischen Separatisten in der Ostukraine, Alexander Borodai, versicherte wiederum, dass die Aufständischen nicht für den Abschuss des Fluges MH17 verantwortlich seien, sondern die ukrainische Armee, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Der US-Flugzeugbauer Boeing geht Berichten über den Absturz nach. "Uns sind die Berichte über MH17 bekannt", schrieb der Hersteller am Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir sammeln weitere Informationen."

Video zeigt Rauch

Die ukrainische Widerstandsbewegung veröffentlichte auf der Video-Plattform YouTube ein Video, das angeblich aufsteigenden Rauch aus dem Wrack des abgestürzten Flugzeugs zeigt.

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