Exorzismus ist Form der Nächstenliebe

Der Vatikan erkennt internationale Exorzisten-Vereinigung Aie an und gewährt ihr kirchrechtlichen Status als "privaten Verein von Gläubigen. Den Verein gibt es schon seit 1194. Der Vorsitzende und Ordensgeistliche Francesco Bamonte wünscht sich mehr Beachtung für besessene Personen.

Exorzismus ist Form der Nächstenliebe

Der Vatikan hat die Internationale Vereinigung der Exorzisten (Aie) offiziell anerkannt. Die Kleruskongregation habe deren Statuten bereits am 13. Juni gebilligt, berichtet der "Osservatore Romano" (Donnerstag) laut Kathpress. Der Vereinigung gehören demnach rund 250 Exorzisten aus 30 Ländern an.

Der Aie-Vorsitzende, der italienische Ordensgeistliche Francesco Bamonte, begrüßte die vatikanische Entscheidung. Er wünsche sich, dass nun mehr Priester einer "oft ausgeblendeten oder unterschätzten dramatischen Situation" Beachtung schenkten, sagte er mit Blick auf Fälle von Besessenheit vom Teufel. Auch der Exorzismus sei eine Form der Nächstenliebe für leidende Mitmenschen, zitiert ihn der "Osservatore".

Die Exorzisten-Vereinigung hat nun den kirchrechtlichen Status eines "privaten Vereins von Gläubigen" und ist eine eigene Rechtspersönlichkeit; das heißt, er kann als Verein Rechte und Pflichten übernehmen. Er hat damit keinen amtlichen Charakter und tritt nicht "im Namen der Kirche" auf.

Der internationale Zusammenschluss von Exorzisten wurde 1994 auf Initiative des früheren Exorzisten der Diözese Rom, Gabriele Amorth (89), gegründet. Vorausgegangen war 1991 die Gründung einer italienischen Vereinigung von Exorzisten. Amorth war bis 2000 erster Vorsitzender der Vereinigung.

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