EU-Gipfel beschließt Sanktionen gegen Russland

Die EU lässt sich von den Drohungen Vladimir Putins nicht einschüchtern und hat wegen des Verhaltens Russlands in der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland beschlossen. Putin hatte gedroht, in dem Fall das Geld auf ausländischen Konten zu beschlagnahmen.

EU-Gipfel beschließt Sanktionen gegen Russland

Die EU hat am Sondergipfel zur Lage in der Ukraine Sanktionen gegen Russland beschlossen. Der Gipfel habe beschlossen, Verhandlungen über Visa und über ein neues Abkommen mit Russland auszusetzen. Dies teilte Gipfelchef Herman Van Rompuy am Donnerstag in Brüssel mit.

Der EU-Gipfel droht Russland mit weiteren Sanktionen. Sollte es zu keiner De-Eskalation kommen werde die EU "weitere Maßnahmen" wie Reisebeschränkungen, Kontensperren und die Annullierung des EU-Russland-Gipfels beschließen, teilte Van Rompuy mit. Auf die Frage, ob auch Präsident Wladimir Putin davon betroffen sei, sagte Van Rompuy, die EU werde darauf zur gegebenen Zeit antworten. Die Drohungen Russlands, im Falle von Sanktionen die Guthaben europäischer Unternehmen in Russland zu beschlagnahmen beeindruckten die EU nicht.

Ernste Folgen für Russland

Die Situation in der Ukraine müsse deeskalieren. Sollte Russland das nicht tun werde dies "ernste Folgen" für die Beziehungen mit der EU haben. Van Rompuy forderte Russland zu einem Truppenabzug auf. Außerdem werde die EU so schnell wie möglich alle politischen Kapitel des Assoziierungsabkommens mit der EU unterzeichnen, kündigte EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso an. Auch mit Moldawien und Georgien werde die EU Abkommen spätestens bis August unterzeichnen.

Der Gipfel verurteile die Verletzung der Souveränität der Ukraine durch Russland, sagte Van Rompuy.

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