Abgehörtes Timoschenko-Telefonat: "Bin bereit diese Hunde samt ihres Anführers kalt zu machen"

Weiters meint Timoschenko wörtlich: „Ich würde all meine Beziehungen geltend machen und die ganze Welt erheben lassen, damit von Russland nur ausgebrannter Boden übrig bleibt“.

Abgehörtes Timoschenko-Telefonat: "Bin bereit diese Hunde samt ihres Anführers kalt zu machen"

Am Montag war ein etwa zweiminütiger Mitschnitt eines Gesprächs zwischen Julia Timoschenko und dem ukrainischen Sicherheitsberater Nestor Schufritsch veröffentlicht worden. Darin bedauert Timoschenko, dass sie zuletzt nicht dabei gewesen war und die Prozesse nicht selbst leiten konnte: „Einen Dreck statt Krim hätten sie (Russen) von mir bekommen", schimpft Timoschenko. „Ich bin selber bereit, eine Maschinenpistole in die Hand zu nehmen… um diese Hunde samt ihres Anführers kalt zu machen“, so Timoschenko zu ihrem Gesprächspartner.

Timoschenko bestätigte mittlerweile auf ihrer Twitter-Seite die Echtheit des Gesprächs, allerdings sei die brisanteste Stelle manipuliert worden. Schufritsch fragt in der Aufnahme: "Was machen wir jetzt mit den acht Millionen Russen, die in der Ukraine geblieben sind? Sie sind doch Ausgestoßene." Darauf erwidert Timoschenko: "Man sollte sie mit Nuklearwaffen erledigen." Ihren Angaben nach soll das nicht in dem Zusammenhang gesagt worden sein, sondern wurde womöglich zusammengeschnitten.

Ihre Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 25. Mai gilt als wahrscheinlich. Kritiker schlossen nicht aus, dass der zunächst von russischen Staatsmedien aufgegriffene Mitschnitt ein Teil von Timoschenkos Wahlkampagne ist. Damit wolle sich die 53-Jährige, der immer wieder enge Bande mit Putin nachgesagt werden, als Nationalistin beweisen und im antirussisch geprägten Westen des Landes Stimmen sammeln.

Abgehört wurde das Gespräch mit dem ukrainischen Sicherheitsberater nach russischen Angaben am 18. März. Ähnlich peinliche Veröffentlichungen in Sachen Ukraine gab es zuvor bereits von der US-Diplomatin Victoria Nuland, die bei dem Sager "Fuck the EU" belauscht wurde, sowie bei der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. In beiden Fällen wurde die Authentizität des belauschten Materials nicht bestritten.

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