Sebastian Kurz zieht sich aus der Politik zurück

Vom Staatsmann zum Hausmann: Sebastian Kurz zieht sich vollständig aus der Politik zurück und gibt die ÖVP-Parteiführung an Innenminister Karl Nehammer an. In Pressekonferenz gab der Ex-Kanzler die Hintergründe bekannt.

Thema: Sebastian Kurz - Aufstieg und Fall
Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz im Oktober 2019

Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz im Oktober 2019

Der zweifache Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, gegen den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) laufen, beendet seine politische Karriere.In der öffentlichen Erklärung zu seinem Abschied aus der Politik gab Kurz die Hintergründe dafür bekannt.

„Ich habe stets mein Bestes gegeben und alles versucht“, sagte Kurz in seiner Erklärung. Nach zehn Jahren in der Spitzenpolitik, in denen er für die Politik gebrannt habe, sei als Folge der Ermittlungen der WKStA das "Feuer für die Politik" verloren gegangen. Er sei "weder ein Heiliger noch ein Verbrecher", betonte Kurz in seiner Erklärung in Hinblick auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Er freue sich auf den Tag, an dem er erklären könne, dass alle Vorwürfe gegen ihn haltlos seien. Gegen Kurz wird zudem wegen Falschaussage im „Ibiza“-U-Ausschuss ermittelt.

Die ständigen Beobachtung, der er ausgesetzt gewesen sei habe ihm auch häufig das Gefühl gegeben „gejagt zu werden“, ihn selbst und sein Team aber immer wieder auch zu Höchstleistungen motiviert. Das "Wunder Leben", die Geburt seines Sohnes Konstantin, habe ihm aber vor Augen geführt, dass es abseits der Politik noch etwas Anderes gäbe.

Nach den zehn schönen Jahren stehe er dankbar vor der Presse, dankbar für die Erfahrungen, die er sammeln konnte. . "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich empfinde keine Wehmut", sagte Kurz und bedankte sich für zehn "lehrreiche" Jahre.

Die ÖVP-Klubleitung wird wieder der frühere Klubchef August Wöginger übernehmen, die weiteren politischen Ämter will Kurz in den nächsten Tagen geordnet übergeben. die Funktion des ÖVP-Parteichefs wird vermutlich an Innenminister Karl Nehammer gehen. Er selbst wolle zu Jahresbeginn 2023 die weiteren beruflichen Entscheidungen treffen.

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