Schulstart im Herbst: Kein neuer Corona-Shutdown

Frauenministerin Susanne Raab und Arbeitsministerin Christine Aschbacher haben für die Bundesregierung versichert, dass es zum Schulstart im Herbst keine großflächigen Schließungen geben wird. Sie wollen zudem für Frauen besondere Akzente am Arbeitsmarkt setzen.

Schulstart im Herbst: Kein neuer Corona-Shutdown

Mit Abstand, Mundschutz und Desinfektionsmittel: Der Schulbetrieb soll im Herbst möglichst normal anlaufen.

Das österreichische Bildungssystem wurde im Frühjahr 2020 auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Mit 18. März wurden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bundesweit die Schulen geschlossen. Lehrer, Schüler und deren Eltern mussten von einem Tag auf den anderen auf Distance-Learning und Home-Schooling umstellen.

Es sollte bis in den Juni hinein dauern, ehe der Schulbetrieb wieder annähernd normal mit Anwesenheit im Klassenzimmer aufgenommen werden konnte und in einingen Landesteilen währte die Normalität auch nur kurz. In einigen Bezirken Oberösterreichs wurde etwa der Beginn der Sommerferien um eine Woche vorgezogen, weil erneute Fälle von Corona-Infektionen auftraten.

Drei Wochen bevor die Sommerferien in den ersten Bundesländern zu Ende gehen stellen sich nun Eltern, Lehrer und Schüler die Frage, wie es denn im Herbst weitergehen kann und soll. Besonders heikel ist die Frage für Familien mit jüngeren schulpflichtigen Kindern, für die im Falle einer erneuten Schließung der Schulen die Beaufsichtigung der Kinder eine enorme Herausforderung wäre.

"Punktuell, regional und kurz"

Nun haben sich erstmals Vertreter der österreichischen Bundesregierung dazu geäußert. Frauenministerin Susanne Raab und Arbeitsministerin Christine Aschbacher haben versichert, dass es im Herbst bei Coronafällen an Schulen zu keinen großflächigen Schließungen kommen werde.

Für den Fall dass an einer Schule erneut Corona-Fälle auftreten soll der Unterricht so "punktuell, regional und kurz wie möglich" ausgesetzt werden, betonte Raab. Konkreter wurden die beiden Ministerinnen noch nicht. Sie betonten allerdings, dass die sich die durch das Home-Schooling besondere bei Frauen eingetretene Mehrfachbelastung aus der ersten Phase der Corona-Pandemie in Österreich nicht wiederholen soll.

Frauenpolitische Maßnahmen

Die Ministerinnen wollen daher auch besondere Akzente setzen, um betroffene Frauen zu entlasten. Sie verwiesen darauf, dass auch Frauen von den Coronahilfen der Regierung profitieren. Für Unternehmerinnen gebe es den Härtefallfonds, für Arbeitnehmerinnen die Kurzarbeit, für Mütter den Kinderbonus, für arbeitslos gewordene Frauen Mittel aus dem AMS und für Frauen in Branchen mit niedrigem Einkommen, etwa im Handel oder der Pflege, wirke die Steuerreform, bei der der Eingangssteuersatz von 25 auf 20 Prozent gesenkt wird.

Am Arbeitsmarkt habe sich zudem gezeigt, dass durch die Corona-Krise weniger Frauen arbeitslos wurden als Männer. Es gebe aber insgesamt eine schwierige Arbeitsmarktsituation. In der angekündigten Corona-Arbeitsstiftung soll es einen besonderen Frauen-Schwerpunkt geben. Es gehe darum Frauen besser zu qualifizieren und etwa in besser bezahlte technische Berufe zu bringen.

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