Schattenwirtschaft: Schwarzarbeit nimmt zu

Die Prüfer des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hatten im Vorjahr einiges zu tun: 108,3 Millionen Euro an Straf- und Nachzahlungen mussten Betriebe leisten, weil sie Mitarbeiter nicht oder nicht korrekt angemeldet hatten - ein Anstieg um gut 60 Prozent gegenüber 2010.

Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage an Sozialminister Rudolf Hundstorfer hervor. Geprüft wurden vorrangig die Branchen Transport, Bau- und Gastgewerbe, weil dort "die meisten schwarzen Schafe“ zu finden seien, wie es im Hauptverband heißt. Untersucht wurden insgesamt rund 8.500 Unternehmen. Auffallend ist, dass im Gastro- und im Baubereich die Strafzahlungen mit knapp elf Millionen beziehungsweise 35,6 Millionen Euro sogar leicht rückläufig waren. Großer Ausreißer gegenüber 2010 ist aber das Transportwesen. Hier explodierten die Sanktionskosten von 18 auf 61,7 Millionen Euro. Eklatant ist der Anstieg in Oberösterreich, wo im Vorjahr 32 Millionen Euro an Straf- und Nachzahlungen anfielen. 2010 waren es noch schlanke 2,5 Millionen Euro.

Das Sozialministerium führt den Anstieg auf verschärfte Kontrollmechanismen zurück. So sei die Zahl der Prüfer des Hauptverbandes bereits 2009 aufgestockt worden. Im Hauptverband verweist man auf den gemeinsamen Pool aus Prüfern der Sozialversicherung, der Finanzpolizei und der Gemeinden. "Durch das gemeinsame Vorgehen der Kontrollorgane und den gegenseitigen Datenaustausch konnten wir auch die Effizienz erhöhen“, so ein Sprecher des Hauptverbandes.

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