Run auf Kaliumjodidtabletten: Derzeit Tagesausstoß von 200.000 Packungen

Eigentlich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine radioaktive Wolke von Japan nach Österreich zieht, bei nahezu null, trotzdem sind Kaliumjodidtabletten in heimischen Apotheke nahezu ausverkauft.

Dass es Panikkäufe gibt, bestätigt auch Martin Bartenstein, Geschäftsführer des Jodtablettenherstellers Gerot Lannacher: „Wir haben derzeit einen Tagesausstoß von bis zu 200.000 Jodtabletten-Packungen. Sonst produzieren wir nur ein paar tausend Schachteln pro Jahr.“ Weil die Nachfrage so enorm ist, musste das Pharmaunternehmen sogar eine eigene Hotline einrichten, um die vielen Anfragen zu bewältigen.

„Pro Tag rufen Hunderte Menschen an“, bestätigt der ÖVP-Politiker. Ob gerechtfertigt oder nicht, der ehemalige Wirtschaftsminister versteht die Österreicher, die sich mit dem Präparat eindecken. Die Einnahme hält er allerdings „für nicht zweckmäßig, da es derzeit keine erhöhte Strahlenbelastung in Österreich gibt“. Neben Apotheken zählt auch das Gesundheitsministerium zu den Jodtabletten-Abnehmern von Gerot Lannacher. „Wir sind gerade in den finalen Verhandlungen über einen Auftrag vom Ministerium.“ Derzeit wird auch geprüft, ob die Tabletten nach Japan geliefert werden könnten.

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