Reisefreiheit: Grenzkontrollen fallen mit 4. Juni - Ausnahme Italien

Nach drei Monaten hebt die Bundesregierung die Reisebeschränkungen zu allen Nachbarländern ausgenommen Italien auf. Vom 4. Juni an herrscht somit wieder fast uneingeschränkte Reisefreiheit.

Reisefreiheit: Grenzkontrollen fallen mit 4. Juni - Ausnahme Italien

Österreich stellt nach rund drei Monaten Corona-Beschränkungen wieder vollständige Reisefreiheit zu seinen Nachbarländern. Die einzige Ausnahme dabei bleibt vorerst noch Italien.

Wie Außenminister Alexander Schallenberg mitteilte werden die Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn mit 4. Juni 2020 aufgehoben. Für die genannten Länder gilt wieder die Vor-Corona-Situation. Es gibt keine Quarantäne oder Test-Erfordernisse bei der Einreise nach Österreich.

Auch die Weiterreise nach Kroatien ist für Österreicher und Einreisende aus neun weiteren EU-Staaten mit niedrigen Infektionszahlen - bereits seit Ende Mai - wieder möglich. Allerdings gilt bei einer Rückkehr nach Österreich weiterhin die Quarantänepflicht oder es muss ein negativer Coronatest vorgelegt werden

Italien unter Beobachtung

Zu Italien bleiben die Beschränkungen bestehen, nächste Woche soll die nächste Evaluierung erfolgen. Man sehe, dass sich die Situation auch in Italien deutlich verbessert habe und einzelne Regionen - wie beispielsweise Südtirol - schon gute Covid-19-Zahlen vorweisen könnten, sagte Schallenberg.

Den Vorschlag aus Bozen, wonach gegenüber italienischen Regionen geöffnet werden könnte, wolle man daher "sehr ernst nehmen". Ziel sei eine "Öffnung zu Italien, sobald die Zahlen es zulassen". In einem Großteil der italienischen Regionen sei die Entwicklung positiv, Schallenberg und Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Auch eine Regionalisierung oder andere Möglichkeiten seien denkbar. Schallenberg sagte, er verstehe es, wenn die Nicht-Entscheidung zu Italien Enttäuschungen hervorrufe. Italien sei ein "sehr enger Freund und bedeutender Nachbar. Der heutige Beschluss ist eine Momentaufnahme."

"So bald wie irgendwie möglich" will Schallenberg auch die Grenze zu Italien öffnen. Auch die Schweiz und Slowenien würden noch nicht zu Italien öffnen. Anschober ergänzte, es sei "nicht ausgeschlossen", dass eine zumindest eine teilweise Öffnung zu Italien bereits am 15. Juni erfolgen könne.

Seit dem 3. Juni können Österreicher nach Italien einreisen. Allerdings gilt weiterhin eine Reisewarnung des Außenministeriums für ganz Italien. Italien-Rückkehrer müssen einen negativen PCR-Test vorweisen oder für zwei Wochen in Quarantäne

Warnung vor Fernreisen

In Bezug auf andere Länder mahnte der Außenminister zu Geduld. Schweden, Großbritannien und Spanien seien "schwierige Fälle", bei denen man noch nicht sagen könne, wann eine Öffnung möglich sein wird. In Hinblick auf Nicht-EU-Staaten gebe es den Wunsch, sich in der EU abzustimmen, etwa bei Reisen nach Lateinamerika, Russland, China und in die Subsahara. "Global gesehen stecken wir noch mitten in der Pandemie", dämpfte Schallenberg diesbezüglich die Erwartungen. Daher könne Reisefreiheit in viele Länder voraussichtlich über Monate nicht hergestellt werden.

Der Außenminister appellierte auch an Hausverstand der österreichischen Reisenden. Dieser wäre "der beste Reiseschutz". Die Reisenden sollten sich insbesondere auch überlegen, wie sie gegebenenfalls wieder zurückkommen würden. Die Bereitschaft im Außenministerium für weitere Rückholaktionen sei "sehr überschaubar".

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