Rege Beteiligung an Bundespräsidentenwahl

Rege Beteiligung an Bundespräsidentenwahl

Bundespräsidentenwahl: Rege Wahlbeteiligung, Flüchtlingskrise für viele als Motiv.

Bei der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich zeichnet eine hohe Wahlbeteiligung ab. In der Steiermark etwa erwartete der stellvertretende Landeswahlleiter eine Beteiligung von 70 Prozent. 2010 waren es nur 47 Prozent.

Die Wahl gilt als potenzielle Zäsur, da erstmals ein Staatsoberhaupt gewählt werden könnte, das nicht von SPÖ oder ÖVP ins Rennen geschickt wurde. Die Bewerber dieser einstigen Großparteien sind in den Umfragen weit abgeschlagen. Stattdessen lag der ehemalige Parteichef der Grünen, Alexander Van der Bellen, in Umfragen vorn. Knapp dahinter folgen der Kandidat der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ), Norbert Hofer, sowie die unabhängige ehemalige Richterin Irmgard Griss.

Flüchtlinge dominieren Wahl

Die Flüchtlingskrise, die schon die Wahlen in Wien und Oberösterreich im Herbst dominierte, beeinflusse auch die Wahl des Bundespräsidenten, sagten Meinungsforscher. "Ein Wahlmotiv oder Nicht-Wahlmotiv wird die grundsätzliche Positionierung der Kandidaten sein", sagte der Politologe Peter Filzmaier.

Während der 72-jährige ehemalige Universitätsprofessor Van der Bellen den Asylkurs der österreichischen Regierung als teilweise zu hart bezeichnet, spricht der FPÖ-Kandidat Hofer von einer zu weichen Haltung. Der 45-jährige frühere Flugtechniker nennt das Flüchtlings-Abkommen zwischen der EU und der Türkei "fatal".

Österreichs rot-schwarze Bundesregierung hat ihren Asylkurs im Einklang mit den Staaten auf der Balkanroute der Flüchtlinge zuletzt deutlich verschärft. Nachdem im vergangenen Jahr in Österreich 90.000 Asylanträge gestellt worden waren, wurde für das laufende Jahr eine Obergrenze festgelegt. Demnach liegt das Limit 2016 bei 37.500 Migranten.

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