Propaganda-Rede von Donald Trump: Zwischen Opferrolle und Muskelspiel

US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede über den Ausstieg aus dem Klimaabkommen mit Populismus geprotzt. Er hat die Opferrolle der USA hervor gestrichen und der Welt erklärt, wie unfair sie sich gegenüber den USA verhält. Um aber auch gleichzeitig das Credo "America First!" wieder zu beleben. Trump bekräftigte, dass ihm die Interessen Amerikas wichtiger sind.

Propaganda-Rede von Donald Trump: Zwischen Opferrolle und Muskelspiel

Es war in jeder Hinsicht eine Rede, die wohl in die Geschichtsbücher eingehen wird. US-Präsident Donald Trump hat sich mit der Ankündigung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen, von der Weltgemeinschaft verabschiedet. Er treibt damit die USA in die Isolation, wenngleich er in den Reihen der Republikanern, vor allem bei der Fraktion der konservativen Hardlinern glühende Verehrer hat. Die wichtigsten Zitate im Überblick.

1. FEIERLICHE PFLICHT

- "Um meine feierliche Pflicht zu erfüllen, Amerika und seine Bürger zu schützen, werden sich die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückziehen."

- "Von heute an werden die Vereinigten Staaten jegliche Umsetzung des nicht-bindenden Pariser Abkommens und die drakonischen finanziellen und ökonomischen Lasten, die die Vereinbarung uns auferlegt, beenden."

- "Ausländische Politiker in Europa, Asien und auf der ganzen Welt sollten hinsichtlich der US-Wirtschaft nicht mehr zu sagen haben als unsere eigenen Bürger und ihre gewählten Vertreter. Der Rückzug aus der Vereinbarung stellt somit eine Wiederbehauptung amerikanischer Souveränität dar."


Die Rede des US-Präsidenten

Donald Trump ... und wieder einmal nur scheinbar "America First!"

US-Präsident Donald Trump im O-Ton

2. FÜR PITTSBURGH, NICHT FÜR PARIS

- "Ich bin gewählt worden, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris."

- "Ich habe versprochen, dass ich aus jedem Deal aussteigen oder diesen neu verhandeln würde, der nicht amerikanischen Interessen dient."

- "Das Pariser Abkommen würde unsere Wirtschaft untergraben, unsere Arbeiter lähmen, unsere Souveränität schwächen, uns inakzeptable rechtliche Risiken auferlegen und uns einen dauerhaften Nachteil gegenüber den anderen Ländern der Welt verschaffen."

- "Es ist Zeit, Youngstown, Ohio, Detroit, Michigan und Pittsburgh, Pennsylvania - zusammen mit anderen großartigen Orten in unserem Land - wieder vor Paris, Frankreich zu stellen. Es ist Zeit, 'Amerika wieder großartig zu machen'."

3. AMERICA FIRST

- "Ab welchem Punkt wird Amerika erniedrigt? Ab welchem Punkt fangen sie an, uns als Land auszulachen?"

- "Bei diesem Abkommen geht es weniger um das Klima, sondern eher darum, dass andere Länder einen finanziellen Vorteil gegenüber den USA erhalten."

- "Ich kann nicht mit gutem Gewissen einen Deal unterstützen, der die Vereinigten Staaten bestraft - den Weltführer beim Umweltschutz - während er den größten Verschmutzern der Welt keine bedeutenden Verpflichtungen auferlegt."

"China wird es erlaubt, Hunderte zusätzliche Kohlekraftwerke zu bauen... Denkt mal darüber nach. Wir sollen unsere abschaffen. Sogar Europa wird der Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken erlaubt."

4. FÜR IMMER DRAUSSEN?

- "Wir gehen raus, aber wir werden verhandeln und sehen, ob wir einen Deal abschließen können, der fair ist. Und wenn wir das schaffen, dann ist das großartig. Und wenn nicht, dann ist das okay."

- "Ich bin bereit, sofort mit den Demokraten zusammenzuarbeiten, um entweder unseren Weg zurück in das Paris-Abkommen auszuhandeln, unter Bedingungen, die fair gegenüber den Vereinigten Staaten und seinen Arbeitern sind, oder einen neuen Deal auszuhandeln, der unser Land und seine Steuerzahler schützt. Aber bis wir das machen, sind wir raus aus der Vereinbarung."

5. GRÜNES AMERIKA?

"Die Vereinigten Staaten werden unter der Trump-Regierung weiterhin das sauberste und umweltfreundlichste Land der Erde sein."

Vizekanzler Werner Kogler, Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne), Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer und Staatssekretärin Andrea Mayer am Sonntag, 13. Juni 2021, beim Bundeskongress der Grünen in Linz.

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