Pension: Österreich als Vorbild für Deutschland

Der deutsche Sozialverband VdK fordert im Rahmen seiner Kampagne #Rentefüralle, die Pensionsversicherung in Deutschland auf eine breitere Basis zu stellen, um Armut im Alter zu verhindern. Und sieht das österreichische System als Vorbild.

Pension: Österreich als Vorbild für Deutschland

Gut versorgt im Alter: In Deutschland blickt man neidisch auf das österreichische Pensionssystem.

In Österreich wird das Pensionssystem heftig diskutiert und seine Finanzierbarkeit regelmäßig in Frage gestellt, in Deutschland wird der österreichische Weg zur Finanzierung der Alterspensionen dagegen von manchen Seiten als nahezu idealtypisch gesehen. Zu den Bewunderern des österreichischen Systems gehört der deutsche Sozialverband VdK, mit fast zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband unseres Nachbarlands.

Zum Auftakt seiner Kampagne #Rentefüralle prangerte der Verband die deutsche Pensionspolitik an und nannte Österreich als Vorbild. Der für den VdK entscheidende Vorteil des österreichischen Systems: In Österreich zahlten alle Erwerbstätigen in eine gemeinsame Pensionsversicherung ein und erhalten Altersbezüge weit über dem deutschen Durchschnitt.

"Es muss sich etwas ändern", forderte Verbands-Präsidentin Verena Bentele. Auch Beamte, Selbstständige oder Manager sollten in die Pensionsversicherung (Rentenversicherung) einzahlen, um sie auf eine breitere Basis zu stellen. Sie wies darauf hin, dass für mehr als elf Millionen Menschen in Deutschland die Pension auch nach 45 Beitragsjahren unterhalb des Existenzminimums liegen werde. Vielen drohe im Alter "echte Armut". Die Politik habe diese Entwicklung "viel zu lange zugelassen".

Steuerpolitik zur Armutsbekämpfung

Mit Blick auf die wachsende Zahl der Millionäre und Milliardäre in Deutschland forderte Bentele, "dass Armut auch mit unseren Steuern bekämpft wird". Spitzenverdiener trügen im Vergleich zu Geringverdienern und der unteren Mittelschicht kaum etwas zum Steueraufkommen bei. Weitere Forderungen des VdK sind der Wegfall der Abschläge bei Erwerbsminderung und die Einführung einer Grundpension.

Bentele erhob zudem die Forderung nach einem höheren Anteil der Arbeitgeber am Pensionsbeitrag. Angemessen wäre ein um zwei Prozentpunkte höherer Beitrag, sagte sie. Derzeit zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils die Hälfte des Pensionsbeitrags von 18,6 Prozent, also 9,3 Prozent. Ein um zwei Prozentpunkte erhöhter Beitragssatz für Arbeitgeber entspräche demnach 11,3 Prozent vom Bruttolohn eines Angestellten. Der VdK will mit Aktionen und Veranstaltungen in allen Landesverbänden die Politik "unter Druck setzen", um Verbesserungen bei den Pensionen zu erreichen.

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