ÖVP-Problemminister

ÖVP-Problemminister

Dass eine heimische Ministerin es am Brüsseler Parkett zu einer eigenen Wortkreation bringt, ist neu. "I´m fektered“ ("Ich wurde gefektert”) bedeutet in etwa: Ich bin der österreichischen Finanzministerin begegnet und sie hat mich auf ihre spezielle Art in eine doch recht ungewöhnliche Konversation verwickelt. Maria Fekter, die zuvor im Innenressort reüssieren konnte, begann ihren Job als Finanzministerin ohne Getöse, tappte dann aber bald international in ein paar Fettnäpfe. In der Kritik steht auch ihre Regie bei der Rettung der Hypo Alpe-Adria.

Aus der ÖVP-Ministerriege sorgt zudem Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich des öfteren für Kopfschütteln, zuletzt mit seinem Alleingang gegen das EU-Verbot der Neonicotinoide.

Schließlich manövrierte sich kürzlich auch noch Justizministerin Beatrix Karl ins Abseits, als sie die Vergewaltigung eines inhaftierten Jugendlichen wenig einfühlsam als Einzelfall abtat. Nach der Wahl könnten alle drei schwarzen Problemminister in der Regierung fehlen.

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