Österreicher und Deutsche fürchten neue Weltwirtschaftskrise

Nach einer von der deutschen Bertelsmann Stiftung durchgeführten Umfrage sind sich Österreicher und Deutsche bei der Befürchtung einig, dass es neuerlich zu einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise kommen könnte. 77 Prozent der befragten Österreicher und 71 Prozent der Deutschen rechnen damit innerhalb der kommenden zehn Jahre.

Nur 13 Prozent der Österreicher (22 Prozent der Deutschen) trauen ihrer Regierung zu, das zu verhindern – und wünschen sich generell mehr Aktion der Politiker: Eine große Mehrheit plädiert für eine aktivere Rolle der Bundesregierung bei einer Regulierung der Finanzmärkte. Neun von zehn Befragten können sich auch einen Alleingang der heimischen Politik vorstellen, wenn es keine internationale Einigung gibt. Das gleiche Vorgehen wünschen sich die Österreicher bei der Begrenzung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase.

Präsentiert werden die Umfragedaten am Freitag bei der Salzburger Trilog-Tagung der Bertelsmann Stiftung, die sich mit der Zukunft der Weltwirtschaft beschäftigt. Teilnehmer sind internationale Politiker und Wirtschaftsvertreter, darunter auch Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP). Auch er sieht die Notwendigkeit effizienterer Regierungsstrukturen und warnt vor „einer Vergiftung des politischen Dialogs durch vereinfachende Argumente“.

Trevor D. Traina, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Österreich

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