Zwei Verfahren: Ex-FPÖ-Politiker Rumpold vor Gericht und im Konkurs

Noch während Gernot Rumpold sich vor Gericht in einem Finanzstrafverahren verantworten muss, wurde ein Konkursverfahren gegen ihn eingeleitet. Die Höhe der Verschuldung des Ex-FPÖ-Politikers ist nicht bekannt. Auch seine PR-Agentur 100% Communications und La Hong GmbH ist bereits im Konkurs.

Zwei Verfahren: Ex-FPÖ-Politiker Rumpold vor Gericht und im Konkurs

Wien. Für den Ex-FPÖ-Politiker Gernot Rumpold und einstigen "Mann für's Grobe" unter der FPÖ-Führung von Jörg Haider, kommt es nun knüppeldick: Mit heutigem Tag muss sich Rumpold in einem Finanzstrafverfahren am Wiener Straflandesgericht verantworten. Gleichzeitig wurde am Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren über das Vermögen von des Ex-FPÖ-Politikers eröffnet - auf Antrag eines Gläubigers.

Letzteres teilten die Gläubigerschutzverbände KSV und AKV am Mittwoch der APA mit. Ansprüche im Konkursverfahren können bis zum 15. September angemeldet werden, die Prüfungstagsatzung ist für 29. September angesetzt.

Über die Höhe der Verschuldung und die Frage, welcher Gläubiger den Konkursantrag stellte, ist den Gläubigerschutzverbänden nichts bekannt. Als aktueller Wohnsitz von Rumpold wird Zypern genannt.

Domino-Effekt

Die Insolvenz über Rumpold ist offenbar eine Folge der Insolvenz der PR-Agentur 100% Communications PR-Agentur GmbH. Bereits im Juli wurde ein Konkursantrag über Rumpolds PR-Agentur gestellt. Bekannt wurde diese Agentur, als sie für eine Pressekonferenz des Eurofighter-Herstellers EADS 96.000 Euro verrechnete. Das war eines der Themen des Eurofighter-U-Ausschusses.

Die Ein-Personen-Agentur ist zu 90 Prozent an der insolventen Modefirma La Hong GmbH beteiligt. Die restlichen zehn Prozent halten Rumpold und seine Ex-Frau Erika Daniel mit jeweils fünf Prozent. Eigentümer und Gesellschafter der Agentur ist laut Firmenbuch die Rockbury Holdings Ltd. mit Sitz in Nikosia auf der Insel Zypern. Deren Besitzer soll Rumpold sein.

Gernot Rumpold war als Jörg Haiders "Mann für's Grobe", bekannt geworden. 1999 hatte er sich nach 17 Jahren aus der aktiven Parteiarbeit zurückgezogen und machte sich mit der Partei-Werbeagentur "blue connection" selbstständig. Rumpold war von Dezember 1990 an - mit einer mehrmonatigen Unterbrechung 1996 - Bundesgeschäftsführer der Freiheitlichen.

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