Vermögenssteuern: Die Mehrheit der Österreicher ist dafür

Eine knappe Mehrheit der Österreicher befürwortet eine allgemeine Vermögenssteuer mit Freibetrag. Die Erhöhung der Grundsteuer oder der KESt werden dagegen überwiegend abgelehnt.

Vermögenssteuern: Die Mehrheit der Österreicher ist dafür

Im FORMAT-Interview hat Finanzminister Hans Jörg Schelling klar Stellung bezogen: Die ÖVP lehnt Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern weiterhin ab. Er selbst bleibt auf Parteilinie: "Es gibt aus meiner Sicht weder den Zeitpunkt noch die Möglichkeit, darüber zu diskutieren", erklärt er und "eine Gegenfinanzierung der Steuerreform ohne neue Steuern ist möglich."

Eine im Auftrag des Wirtschaftsmagazins trend durchgeführte Umfrage des Linzer Market-Instituts zeigt jedoch, dass eine knappe Mehrheit der Österreicher eine solche Steuer für sinnvoll hält. Wie der trend in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet können 52 Prozent der Befragten einer allgemeinen Vermögenssteuer etwas abgewinnen. Davon halten 52 Prozent eine Freibetragsgrenze von 500.000 Euro für sinnvoll, 42 Prozent würden die Grenze erst bei einer Million ansetzen.

Von den bisher diskutierten Vorschlägen für vermögensbezogene Steuern im Rahmen einer Steuerreform hat somit eine allgemeine Vermögenssteuer mit Freibetrag die mit Abstand größte Akzeptanz. Mit deutlich größerer Ablehnung werden dagegen Vermögenssteuern betrachtet, die auch die breite Masse betreffen: Weniger als ein Viertel der Bevölkerung (23 Prozent) befürwortet eine Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, 19 Prozent stehen einer Erhöhung der Grundsteuer positiv gegenüber. Eine Erhöhung der Kapitalerstragssteuer KESt hätte dagegen den geringsten Zuspruch. Nur 16 Prozent halten eine Erhöhung der Kapitalertragssteuer von derzeit 25 Prozent, etwa auf Erträge von Sparbüchern und Anleihen, für sinnvoll.

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