Das sind die Topverdiener im Nationalrat

Das sind die Topverdiener im Nationalrat

Der Arbeitsplatz der Topverdiener des Nationalrats.

Neun Nationalratsabgeordnete haben 2014 "Nebeneinkünfte" von über 10.000 Euro im Monat gehabt, 53 dagegen lebten ausschließlich von ihrem Parlamentsjob. Dies geht aus der Transparenzliste für 2014 hervor, die nun vollständig auf der Parlamentshomepage abrufbar ist.

Bis 30. Juni hatten die Abgeordneten des Nationalrats Zeit, anzumelden, wie viel sie abseits ihres Abgeordnetengehalts (8.583,27 Euro brutto monatlich) verdienen. Seit 2013 erfolgt diese Offenlegung nach einen neuen System: Man erfährt zwar nicht, wie hoch genau der Verdienst ist, allerdings werden die Einkünfte in Kategorien gestaffelt, nämlich bis 1.000 Euro, 1.001 bis 3.500 Euro, 3.501 bis 7.000 Euro, 7.001 bis 10.000 Euro und über 10.000 Euro monatlich.

Auf www.parlament.gv.at sind alle Nebeneinkünfte der Abgeordneten einsehbar.

Die meisten Topverdiener in den Reihen der FPÖ

Vier der 38 blauen Abgeordneten verdienen über 10.000 Euro, drei der ÖVP und zwei bei der SPÖ. Die meisten dieser Spitzenverdiener sind Freiberufler: der Arzt Andreas Karlsböck (FPÖ), der Notar Harald Stefan (FPÖ) oder Steuerberater Herbert Fuchs (FPÖ), der Anwalt Hannes Jarolim (SPÖ). Ebenfalls in der Top-Riege zu finden ist der Arzt Marcus Franz, der erst kürzlich vom Team Stronach in den schwarzen Klub gewechselt war. Andreas Zakostelsky (ÖVP) war 2014 Vorstandschef der zu Raiffeisen gehörenden Valida.

Die Topverdiener im Nationalrat 2014:


1. FPÖ : Hubert Fuchs, Andreas F. Karlsböck, Herbert Kickl, Harald Stefan.
2. ÖVP : Marcus Franz, Michaela Steinacker, Andreas Zakostelsky.
3. SPÖ : Norbert Darabos, Johannes Jarolim.

Zwei von ihnen sind Parteimanager, nämlich der scheidende SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sowie der FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Letzterer wird allerdings von der Wiener Landespartei u.a. für PR und Strategie bezahlt, während er seinen Job als FP-Generalsekretär offiziell ehrenamtlich ausübt. Mit ÖVP-Mandatarin Michaela Steinacker ist auch eine Frau in der Top-Riege zu finden.

Der einzige Grüne Topverdiener ist der AK-Angestellte Bruno Rossmann, der sich in die Kategorie drei - bis 7.000 Euro - einstufte. Auch bei den NEOS ist die Kategorie drei - bis 7.000 Euro - das Ende die Fahnenstange, hier sind Gerald Loacker (arbeitet für die Dornbirner Sparkasse) sowie die Unternehmer Sepp Schellhorn und Niko Alm zu finden. Bestverdienende Abgeordnete des Team Stronach mit maximal 10.000 Euro im Monat war Kathrin Nachbaur, die allerdings ihre Tätigkeiten für Frank Stronachs Firmen mittlerweile beendet hat.

Die meisten hauptberuflichen Mandatare bei der SPÖ

15 SPÖ-Abgeordnete haben keinerlei Nebeneinkünfte für 2014 gemeldet, bei den Grünen sind 14 ausschließlich Mandatare und bei der FPÖ zwölf. In der ÖVP dagegen sind nur fünf Mandatare ohne jeglichen Nebenverdienst. Damit ist die Zahl der ausschließlich im Nationalrat tätigen Abgeordneten deutlich gestiegen, von 48 im Jahr 2013 auf 53 im Vorjahr.

Ein Abgeordneter, nämlich Günther Kumpitsch (FPÖ), meldete nicht, da er erst seit kurzem (als Nachfolger von Mario Kunasek) im Parlament sitzt. Zwei Abgeordnete - Rupert Doppler und Gerhard Schmid, sind nach ihrem Ausschluss aus der Salzburger FPÖ fraktionslos, sie meldeten jeweils Einkünfte bis 3.500 Euro.

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