Schuldenstand wächst in Österreich auf historischen Höchstwert

Im ersten Quartal 2015 sind die Schulden nochmals angestiegen - auf ein erneutes Rekordhoch. Der Bund hat den Schuldenberg weiter anwachsen lassen.

Schuldenstand wächst in Österreich auf historischen Höchstwert

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) muss erneut einen Anstieg der Schulden hinnehmen.

Wien Der Schuldenstand in Österreich hat einen historischen Höchstwert erreicht. Laut aktuellen Daten der Statistik Austria betrug er am Ende des ersten Quartals 280,2 Mrd. Euro oder 84,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit stiegen die Schulden im Vergleich zum Dezember noch einmal um 0,3 Prozent des BIP.

Ein noch deutlicheres Plus zeigt sich im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Hier ergibt sich ein Anstieg von 17,2 Mrd. bzw. 3,8 Prozent des BIP. Zur Erinnerung: Die von der EU in den Maastricht-Vereinbarungen erlaubte Schuldenhöhe liegt bei nur 60 Prozent des BIP.

Zurückzuführen ist das Schuldenwachstum auf die Zahlen des Bundes. Hier wuchs der Schuldenberg heuer um 2,7 Mrd., während Länder und Gemeinden leicht rückläufige Zahlen vermelden konnten. Zwar in absoluten Zahlen nur um 60 Millionen stieg der Schuldenstand der Sozialversicherung, in Prozent hatte er aber mit 26,7 Prozent das höchste Wachstum.

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