Nationalratswahl 2013 in Österreich: Die aktuellsten News

Die Hochrechnungen und Prognosen gibt's ab 17 Uhr. Auch Google trägt der #wahl13 Rechnung.

Nationalratswahl 2013 in Österreich: Die aktuellsten News

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Nationalratswahl 2013 – Hochrechnung: Schlappe für SPÖ und ÖVP, FPÖ legt kräftig zu, die NEOS sind drin .
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Die Wahlbeteiligung bei der heutigen Nationalratswahl war in Wien auch bis zum frühen Nachmittag deutlich niedriger als 2008. Wie die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger mitteilte, haben bis 14.00 Uhr 41,73 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Im Vergleich dazu: 2008 lag die Wahlbeteiligung um die selbe Zeit bei 46,28 Prozent. Die endgültige Beteiligung inklusive Briefwahlstimmen lag beim damaligen Urnengang in Wien bei 73,61 Prozent.

Der heutige Urnengang bietet jedenfalls gleich mehrere Spannungspunkte. SPÖ und ÖVP kämpfen um Platz eins, die Freiheitlichen wollten der Volkspartei wiederum Rang zwei abjagen, mit dem Team Stronach und den NEOS peilen zwei Parteien gleich beim ersten Antritt das Überspringen der 4-Prozent-Hürde an und das BZÖ kämpft ums politische Überleben. Der historische Charakter der Wahl ergibt sich daraus, dass die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP laut Umfragen erstmals unter 50 Prozent fallen könnten und sogar die Mandatsmehrheit wackeln könnte.

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Hier geht's zu den aktuellen Fotos der Nationalratswahl 2013 .
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2008 ohne Stronach und NEOS

Bei der Nationalratswahl 2008 lag jedenfalls die SPÖ trotz heftiger Verluste und einem historischen Tiefststand von 29,26 Prozent auf Platz 1. Auch die ÖVP rutschte so tief ab wie nie: 25,98 Prozent bedeuteten dennoch den zweiten Rang. Die FPÖ legte kräftig zu und kam auf 17,54 Prozent und das BZÖ überraschte damals mit starken Zuwächsen mit 10,7 Prozent und Platz vier. Die Grünen kamen mit leichten Verlusten auf 10,43 Prozent.

Nicht angetreten waren damals das neue Team Stronach sowie die neu gegründete Partei NEOS , die heuer - ebenso wie die Piraten - erstmals ihr Glück bei der Die Nationalratswahl 2013 versuchen. Die KPÖ hingegen hatte auch 2008 kandidiert und erreichte 0,76 Prozent.

Die rund 6,4 Millionen Wahlberechtigten haben bis zum Nachmittag Zeit für ihre Stimmabgabe , die letzten Wahllokale schließen um 17.00 Uhr, in Wien haben alle so lange geöffnet. Ab dann werden erste Hochrechnungen veröffentlicht. Mit dem vorläufigen Endergebnis ist zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr zu rechnen. Nicht ausgezählt werden am Wahlsonntag die Briefwahlstimmen sowie die Wahlkarten aus fremden Wahlkreisen. Erstere werden am Montag ausgewertet, die Wahlkarten am Donnerstag.

Ab wann und bis wann

Unter den Hauptstädten haben die Lokale in Wien am längsten geöffnet (7.00 bis 17.00 Uhr), etwas weniger Zeit haben die Innsbrucker (8.00 bis 17.00 Uhr). Am kürzesten konnte man in Eisenstadt (8.00 bis 16.00 Uhr) und Bregenz (7.30 bis 13.00 Uhr) zu den Urnen schreiten. Deutlich kürzere Wahlzeiten gab es allerdings in zahlreichen Kleingemeinden.

Faymann hat gewählt

SPÖ-Chef Werner Faymann hat sich Sonntagvormittag bei seiner Stimmabgabe für die Nationalratswahl durchaus zuversichtlich gezeigt: "Das Bauchgefühl ist in Ordnung", meinte der Bundeskanzler gegenüber Journalisten. Auf Prognosen ließ sich Faymann nicht ein. Nun sei der Wähler am Wort, er sei auf dessen Votum gespannt.

Begonnen hat der Wahltag für den Kanzler schon früh. Wie Faymann berichtete, habe er bereits um halb sechs gefrühstückt. Dafür verantwortlich war die Tochter des Kanzlers, die ihn schon im Morgengrauen aufgeweckt hatte. Erschienen zur Stimmabgabe in Wien-Liesing ist Faymann mit seiner Ehefrau Martina. In dem überaus kleinen Wahllokal herrschte enormes Gedränge. Faymann musste auch gut fünf Minuten ausharren, bis er an der Reihe war, den Stimmzettel in die Urne zu werfen.

Spindi hat gewählt

Im Leben eines ÖVP-Spitzenkandidaten muss alles seine Ordnung haben: Pünktlich um 9.00 Uhr schritt Michael Spindelegger in seinem Heimatort Hinterbrühl in Niederösterreich in Begleitung seiner Familie zur Wahlurne. Nach der Wahl will er seinen Sohn zum Fußball führen, um sich dann bei der heiligen Messe den Segen für den Wahlsonntag geben zu lassen. Auf die Frage, ob er denn heute neuer Regierungschef werde, meinte Spindeleggeer: "Heute werde ich noch nicht Bundeskanzler. Aber ich rechne damit, dass wir ein gutes Ergebnis haben."

Begleitet hatten Spindelegger seine Frau Margit und Sohn Patrick. Der Noch-Vizekanzler erschien in grauem Anzug und hellblauer Krawatte. Bereits vor dem Wahlakt war Händeschütteln und Plaudern mit Anrainern vor dem Lokal in der örtlichen Volksschule angesagt. "So, ab jetzt gilt's", gab sich der ÖVP-Spitzenkandidat beim Einwurf seines Stimmzettels zuversichtlich. Auch besonders aufgeregt sei er nicht. "Schaue ich so aus, als wäre ich schon ein völliges Nervenbündel?" antwortete er auf eine entsprechende Frage.

Seppi Bucher hat gewählt

Zuversicht hat am Sonntag BZÖ-Obmann Josef Bucher bei der Stimmabgabe in seiner Heimatstadt Friesach im Bezirk St. Veit/Glan bekundet. Er selbst und die Partei habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten sehr bemüht, die Bevölkerung zu überzeugen, nun liege das Schicksal seiner Person in der Hand der Wähler. Auf die Frage, was er tun werde, sollte das BZÖ den Wiedereinzug ins Parlament verfehlen, meinte Bucher: "Ich habe mir noch keine Gedanken über eine Zukunft ohne Politik gemacht."

Stronach hat gewählt

Von einem bedeutenden Tag für Österreich sprach Parteigründer Frank Stronach, als er in Oberwaltersdorf wählen ging. Denn es entscheide sich heute, ob das Team Stronach ins Parlament hineinkommt. Gelinge das, werde man neue Ideen einbringen: "Alles fängt mit einer Idee an." Bei der nächsten Wahl werde man dann schon "sehr viele Stimmen" bekommen.

Und noch einer kämpft um den Einzug in den Nationalrat gleich beim Debüt. Matthias Strolz hat laut Umfragen realistische Chancen, seine liberale Partei NEOS in den Nationalrat zu lotsen. Den Wahltag konnte er sichtlich kaum erwarten. Schon um 8 Uhr früh und damit als erster Spitzenkandidat nützte er die Gelegenheit, seine eigene Partei zu wählen. "Angespannt" war Strolz dabei ein wenig, vertraut wird von ihm dem Wähler. Der habe es in der Hand.

Glawischnig hat gewählt

Gemeinsam mit Ehemann Volker Piesczek ist Grünen-Spitzenkandidatin Eva Glawischnig am frühen Sonntagnachmittag in einer Volksschule in Wien-Hernals wählen gegangen. Für den Ausgang der Nationalratswahl sei sie "zuversichtlich, aber schon sehr aufgeregt", sagte sie den wartenden Journalisten. Auf eine Ergebnisprognose wollte sie sich nicht einlassen, sie erwarte sich "ein gutes Plus".

Den Vorabend der Wahl habe sie bei einer Flasche Wein mit guten Freunden verbracht, sagte Glawischnig, und dann "total gut" geschlafen. Ihr weiteres Programm für den Wahltag: "Jetzt werde ich noch den Geschirrspüler ausräumen, und dann geht's ins Büro." Sie habe ein gutes Gefühl und sei mit sich und dem Wahlkampf der Grünen zufrieden. "Ich hoffe, dass es sich ausgezahlt hat."

Fischer letzter an der Urne

Der Bundespräsident machte den Abschluss: Nach sämtlichen Spitzenkandidaten ist Bundespräsident Heinz Fischer am frühen Sonntagnachmittag in Begleitung seiner Frau Margit in seinem traditionellen Wahllokal in Wien-Josefstadt zur Wahlurne geschritten. Befragt nach möglichen Koalitionen nach der Wahl gab sich Fischer vor Journalisten zugeknöpft. Er erhoffe sich durch die Wahl die "Grundlage für eine gut arbeitende Regierung" und eine angemessene Wahlbeteiligung. Fischer zeigte sich schon "sehr gespannt auf den Wahlausgang", schließlich würden diesmal so viele Parteien wie noch nie bei Nationalratswahlen antreten.

Google-Doodle zur Nationalratswahl 2013

Anlässlich der Heute stattfindenden Nationalratswahlen 2013 schaltet Google auf seiner österreichen Startseite obiges Doodle, das mit einigen Abwandlungen auch schon in der letzten Woche bei den deutschen Bundestagswahlen zum Einsatz gekommen ist.

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